VKW: VKW - Ergebnis 1.Halbjahr - Presseinformation

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Ad-Hoc Mitteilung von: VKW

Bregenz, 17. September 1997 PRESSEINFORMATION

Deutliche Ergebnisverbesserung der VKW im
ersten Halbjahr 1997;
Aktiensplit;
Energieorganisation in Österreich und Vorarlberg

Halbjahresergebnis der VKW

Die börsenotierte Vorarlberger Kraftwerke AG
verzeichnete im ersten Halbjahr 1997 eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber dem ersten
Halbjahr 1996.

Die Umsatzerlöse beliefen sich im ersten Halbjahr 1997
auf 1.389,6 Mio. ATS und erhöhten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres nur geringfügig um 4,7
Mio. ATS bzw. 0,3 Prozent. Die Erhöhung der
Umsatzerlöse ist hauptsächlich auf den Zuwachs der
Netzstromabgabe um 0,2 Prozent oder 2,4 Mio. kWh auf
1.147,4 Mio. kWh zurückzuführen.

Im ersten Halbjahr 1997 konnte bei der
Stromeigenaufbringung eine wesentliche Verbesserung
gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres erzielt
werden. Die Stromerzeugung in den eigenen Kraftwerken
erreichte im ersten Halbjahr 1997 290,2 Mio. kWh, womit
der Vorjahreswert um 44 Prozent überschritten wurde.
Aus den Beteiligungen an Donaukraftwerken, dem
Walgauwerk und aus der Nutzung der Landesanteile bei
der Vorarlberger Illwerke AG bezog die VKW im
Berichtszeitraum 522,1 Mio. kWh, das sind um 36,7 Mio.
kWh oder 7,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 1996.
Aufgrund der verbesserten Eigenaufbringung ging der
Fremdstrombezug gegenüber der Vergleichsperiode des
Vorjahres um 105,1 Mio. kWh oder 20,6 Prozent zurück.

Die erhöhte Stromeigenerzeugung führte zu einer
Reduktion der Fremdstrombezugskosten und bewirkte
dadurch eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber
dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern (Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) für das erste Halbjahr
1997 beträgt 183,8 Mio. ATS gegenüber 132,3 Mio. ATS
für das erste Halbjahr 1996. Als Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuß) verbleiben für das erste Halbjahr
1997 121,6 Mio. ATS gegenüber 90,5 Mio. ATS im
Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für das Gesamtjahr
1997 wird ein Jahresüberschuß wie im Vorjahr in Höhe
von rund 220 Mio. ATS angeschätzt.

Weiter reduziert wurde der Mitarbeiterstand auf nunmehr
773 Mitarbeiter einschließlich 54 Lehrlingen. Der
höchste Mitarbeiterstand der VKW war Ende 1990 mit 938 Beschäftigten gegeben.

Nach der kürzlich erfolgten Inbetriebnahme des jüngsten Kraftwerksbauvorhabens, des Kraftwerkes Klösterle, das
ein Regelarbeitsvermögen von rund 55 Mio. kWh hat, ist
mit einem Rückgang der Investitionen im Kerngeschäft Stromversorgung zu rechnen. Erhebliche Anstrengungen
werden in den Aufbau neuer Geschäftsfelder gelegt. Im Telekommunikationsbereich werden seit 1996 Datenübertragungsdienstleistungen für namhafte
Vorarlberger Unternehmen sowie für die Firma max.mobil durchgeführt. Daneben ist die VKW an der United Telekom
Austria (UTA) beteiligt. Wichtige Aktivitäten wurden
auch im Bereich der Entsorgungswirtschaft getätigt. So
wird derzeit gemeinsam mit der Vorarlberger Abfallfirma
Häusle in Lustenau eine Bioabfallverwertungsanlage
gebaut. Im Zusammenhang mit dieser Anlage wird auch
eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage zur energetischen
Nutzung des anfallenden Deponiegases errichtet. Weiters
wurde eine Beteiligung am Vorarlberger Anlagenbau- und Engineeringunternehmen Vogel & Müller eingegangen, das
über anerkanntes Know-how im Bereich der Umwelt- und Abfalltechnologie verfügt.

Aktiensplit

Mit Wirkung ab 29. September 1997 wird die VKW-Aktie im
Verhältnis von 1 : 10 gesplittet. Die VKW-Inhaberaktie,
die bisher im Nominalwert von ATS 1.000,-- notierte,
wird ab 29. September 1997 im Nominalwert von ATS 100,-
- gehandelt werden. Die Aktie soll damit "leichter" und
besser handelbar werden. Wir erhoffen uns damit eine
Belebung der Nachfrage nach der Aktie, die derzeit über
ein vergleichsweise günstiges Kursgewinnverhältnis
(KGV) von rund 14 und eine Dividendenrendite von rund 4
Prozent verfügt.

Energieorganisation in Österreich und Überlegungen in
Vorarlberg

Von besonderer Bedeutung ist die Entwicklung
hinsichtlich der Neuorganisation der österreichischen Elektrizitätswirtschaft, die zur Umsetzung der Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie der Europäischen
Union erforderlich ist. Wir halten die bisher
diskutierte Lösung mit 15 Alleinabnehmern (Single
Buyer) für einen gangbaren Weg. Allerdings sollte der
Status des Single Buyer keine Abnahmeverpflichtung
beinhalten. Für die VKW wäre auch die Lösung des
Netzzuganges auf Vertragsbasis denkbar, der zum Modell
des Alleinabnehmers ohne Abnahmeverpflichtung ohnehin
kaum Unterschiede aufweist.

In der Vorarlberger Energiewirtschaft hat sich Ende
1995 eine Änderung der Situation dadurch ergeben, daß
die Aktienmehrheit an der Vorarlberger Illwerke AG vom
Bund auf das Land Vorarlberg übergegangen ist. Da
nunmehr sowohl die VKW als auch die VIW über den
gleichen Mehrheitseigentümer verfügen, ist es
naheliegend, nach Wegen der verstärkten Zusammenarbeit
und der Nutzung von Synergiemöglichkeiten zu suchen. Es
ist daher vorrangiges strategisches Ziel, diese
Möglichkeiten umzusetzen und erst in weiteren Schritten Partnerschaften mit anderen Unternehmen im In- und
Ausland zu prüfen.

Im eigenen Hause wird vor allem besonderes Augenmerk
auf die noch stärkere Ausrichtung der Aktivitäten auf
die Kundenbedürfnisse und auf vereinfachte
Arbeitsabläufe gelegt. Die VKW sieht sich aufgrund des
im österreichischen und mitteleuropäischen Vergleich
niedrigen Strompreisniveaus und der günstigen Stromaufbringungsmöglichkeiten und sonstigen
Kostenstruktur für den kommenden Wettbewerb gut
gerüstet.

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