Beamtenpensionen: Gewerkschafter Fritz Neugebauer bekräftigt Streikdrohung

Vorausmeldung zu News 38/97 vom 18. September 1997

Wien (OTS) - In einem Interview mit der morgen, Donnerstag, erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins News droht Beamten-Gewerkschafter Fritz Neugebauer der Regierung mit neuen Kampfmaßnahmen: "Es gibt eine Palette von Maßnahmen, wie man Widerstand phantasievoll umsetzen kann. Wir haben Regierungsvertretern im kleinen Kreis mitgeteilt, was sie heraufbeschwören. Wenn die Regierung das Einmaleins des Umgangs miteinander nicht kapiert, kastriert sie sich selbst. Unsere Warnung geht weit über die tagesaktuelle Streikdrohung hinaus. Man muß die Befindlichkeit unserer Leute sehen. Die Stimmung ist entschlossen." Neugebauer mutmaßt außerdem, daß die Regierung bei den Gehaltsverhandlungen mit manipulierten Zahlen arbeite: "Wir haben Informationen, daß die veröffentlichten Prognosen die Inflation bewußt niedrig ansetzen. Das wäre ein Hammer für alle Lohnabschlüsse, auch für die Metaller."

Regierungsverhandler Beamten-Staatssekretär Ruttensdorfer bleibt gegenüber News dabei, die Reform der Beamtenpensionen allenfalls auch ohne Zustimmung der Gewerkschaft ins Parlament zu bringen: "Der Fahrplan ist unverändert. Am 10. Oktober muß das Paket in den Ministerrrat. Bis dahin werden wir natürlich weiter verhandeln."

Ruttensdorfer lehnt die Vorschläge der Beamten ab:
"Beitragserhöhungen wollen wir nicht, weil wir uns damit vom ASVG entfernen. Dort ist eine Beitragserhöhung wegen steigender Lohnnebenkosten undenkbar. Deshalb landen wir unweigerlich bei der Durchrechnung."

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