Dorferneuerung: Wegweiser für Reformstaaten

Exkursion führte zu niederösterreichischen Vorzeigeprojekten

"Herausragende Beispiele effizienter Dorferneuerung zu zeigen, ist das erklärte Ziel unserer Dorferneuerungsexkursion durch
Tschechien und Österreich" hält der Vorsit-zende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Österreich, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, über die von der ARGE organisierte Studienfahrt fest. 42 Dorferneuerer aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Sachsen und Branden-burg zeigten sich begeistert von den erfolgreich umgesetzten Projekten. "Für uns ist es besonders wichtig, bereits realisierte Projekte zu sehen, um
uns Motivation zu ho-len, die durch finanzielle Hürden immer
wieder auf eine harte Probe gestellt wird", unterstreicht
Architekt Josef Ullmann, Abgeordneter des tschechischen
Parlaments, die Bedeutung dieser Exkursion.
Die Fahrt führte die Teilnehmer von Telnice, dem Vorreiter der Dorferneuerung in Tschechien, durch Niederösterreich und die Steiermark bis nach Kärnten. Besichtigt und erklärt wurden unter anderem das größte Biomasseheizwerk Österreichs in Kaut-zen, Niederösterreich, die größte Solaranlage Österreichs in Eibiswald in der Süd-steiermark sowie die Windkraftanlage Vösendorf in Niederösterreich. "Gerade im Be-reich der erneuerbaren Energie fehlt es noch am Verständnis der Bevölkerung für Umweltbelange und am Know how, um uns an solche Projekte heranzuwagen", be-richtet
der Leiter der Polnischen Gruppe, Ryszard Wilczynski, Vorsitzender der Selbstverwaltung Sejmik in Oppeln, Polen.
Besonders beeindruckt waren die Dorferneuerer vom bekannten
Projekt "Mostbarkeiten" in St.Paul im Lavanttal. Begeisterung
weckte auch die Mustergemeinde Katzels-dorf in Niederösterreich,
in der die Bevölkerung seit 20 Jahren aktiv und engagiert am Dorferneuerungsprozeß beteiligt ist und sichtbare Erfolge vorzuweisen hat. "Dorferneuerung braucht die Menschen im Dorf, und ich bin besonders stolz, eine so engagierte Gemeinde wie
Katzelsdorf in meinem Bundesland vorzeigen zu können, aus der die Exkursionsteilnehmer wertvolle Hinweise und Eindrücke für die Arbeit im ei-genen Land mitnehmen und in die Tat umsetzen können", so Pröll.

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