Höger: NÖ Süden auf Weg zum Viertel der neuen Industrie

Neue Ausbildungsschienen und Strukturen, Kampf um jeden Job

St.Pölten (NLK) - Noch vor nicht allzulanger Zeit sei Niederösterreichs Süden eine alte Industrielandschaft mit schwersten Strukturproblemen gewesen, verwies heute Landeshauptmannstellvertreter Ernst Höger auf den durchgreifenden Wandel, den die Region zwischen Ternitz und Traisen in den letzten Jahren erlebte. "Wo in den acht-ziger Jahren viele Menschen eine düstere berufliche Zukunft erwarteten, kann man jetzt eine Aufbruchstimmung feststellen. Der Süden ist auf dem besten Weg, Nieder-österreichs Viertel der neuen Industrie zu werden", sagte Höger, der heute eine Reihe von Betrieben im Industrieviertel besuchte. Die Gründe für diesen Wandel, der mit den positiven Änderungen im deutschen Ruhrgebiet verglichen werden könne, seien vielfältig. An den alten Industrie-Standorten seien nach hartnäckigem Ringen eine Reihe von kleineren, leistungsfähigen und innovativen Betrieben angesiedelt worden. Auch habe man den
Menschen gezeigt, daß um jeden einzelnen Arbeitsplatz hart ge-kämpft werde, erinnerte Höger an die Rettungsaktionen, die in den letzten Jahren Umstrukturierungen mit neuen Erfolgschancen auslösten. Als Beispiel dafür führte Höger das Triestingtal an, wo neue Eigentümer und Manager die Hirtenberger Patro-nenfabrik und die IDL Schmiede in Berndorf absicherten. Bei der insolventen Poly-technik in Weissenbach an der Triesting habe ein Sanierungskonzept, verbunden mit Fördermitteln der öffentlichen Hand, gegriffen. Die "Berndorfer", wo ein Management-Buy-Out mit Hilfe der öffentlichen Hand durchgezogen worden sei, könne als weiteres Beispiel dienen. "Von 2.800 Arbeitsplätzen im gesamten Triestingtal waren 1.411 in diesen vier Unternehmen schwerstens gefährdet. Heute zählen wir dort 1.428 Mitar-beiter. Ein Beweis dafür, daß sich der Kampf um jeden Arbeitsplatz lohnt", betonte Höger.

Ein wichtiger Anstoß sei vom Regional-Innovations-Zentrum
Wiener Neustadt ge-kommen, wo Firmengründern optimale Voraussetzungen geboten würden und eine Schnittstelle zwischen der Wissenschaft und der Wirtschaft entstanden sei. Durch Gründerzentren wie jenes in Ternitz, für das vor kurzem der Spatenstich erfolgt sei, könnten der Region noch intensivere Impulse vermittelt werden. Auch Projekte wie der Unternehmenspark "Civitas Nova" seien hier anzuführen. Die Fachhochschule in Wiener Neustadt sei ein Beispiel für moderne und zukunftsträchtige Ausbildungs-schienen. "Und ein nächster Schritt ist ein Qualifikationsverbund für das Triestingtal, mit dem vom AMS die Ausbildung von Fachkräften gemeinsam mit und für die Unter-nehmen dieses Gebietes auf einem sehr hohen Niveau organisiert wird", erklärte Hö-ger. Dieses Projekt wird noch vor Monatsende der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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