VAT - Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber

Telefon-Numerierungsplan; Weichenstellung zum Wettbewerb

Wien (OTS) - Alternative Telekom-Netzbetreiber fordern eine
baldige Entscheidung für ein wettbewerbstaugliches Numerierungssystem; dies wäre im Interesse der gesamten Wirtschaft, wie auch der Konsumenten notwendig. Bundesminister Einem stellt klar:
"Es wird jedenfalls faire und gleichartige Wettbewerbsbedingungen geben müssen". Ein "Hearing" mit einem internationalen Experten am Freitag, dem 19. September 1997 wird die entsprechenden Weichenstellungen einleiten.

Die Festlegung eines neuen österreichischen Telefon-Numerierungssystems ist bereits mehr als überfällig. Die fehlenden Rahmenbedingungen behindern wichtige Investitionsentscheidungen für den ab 1. Jänner 1998 möglichen Markteintritt neuer Telefongesellschaften.

Der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT), die Plattform der neu auf den Markt tretenden Telekom-Netzbetreiber in Österreich, begrüßt daher die Initiative der Obersten Fernmeldebehörde, am 19. September ein "Hearing" zum Numerierungsplan 1998 abzuhalten. Dabei wird mit Dr. Werner Neu, dem Leiter des Wissenschaftlichen Instituts für Kommunikationsdienste, Bad Honnef (D), ein international anerkannter und seit Jahren mit der Materie vertrauter hochkarätiger Spezialist zur Verfügung stehen.

Eine rasche Entscheidung steht im Interesse der gesamten Wirtschaft aber auch aller Konsumenten. Abhängig vom gewählten Konzept können die Umstellungen für den einzelnen Nutzer bzw. den gesamten Telekommunikationsverkehr unter Umständen zu großen - auch kostenwirksamen - Problemen führen (Änderung der Wahlprozedur, Änderung von Drucksachen, notwendige Umprogrammierung von Endgeräten wie Telefax- und Notrufeinrichtungen oder von mit dem Netz zusammenarbeitenden Nebenstellenanlagen und Computern).

Der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber tritt für behutsame Änderungen ein, die von den Kunden akzeptiert werden können und die nicht zu einem "Telekommunikations-Verkehrschaos" führen.

Die Entscheidung für oder gegen ein Numerierungssystem beeinflußt jedenfalls auch die Wettbewerbsrahmenbedingungen am nun entstehenden Telekommunikationsmarkt. Beispielsweise ist es für die Dynamik des Marktes ganz entscheidend, ob es grundsätzlich jedem Kunden ermöglicht wird, seine bestehende Telefonnummer bei einem Wechsel zu einem anderen Betreiber mitzunehmen.

Politisch hat sich Bundesminister Einem in einem Interview letzte Woche zu den Grundsatzfragen bereits festgelegt: "Was Nummernvergabe und Zusammenschaltungskosten betrifft, kann es keinen Schutz für den bisherigen Monopolisten geben. Es wird jedenfalls faire und gleichartige Wettbewerbsbedingungen geben müssen".

Weiters wurde von Bundesminister Einem klargestellt, daß der Verkehr zwischen dem Postnetz und den Netzen der neuen Betreiber jedenfalls nicht durch wettbewerbsbehindernde Vorwahlprozeduren erschwert werden darf. Entsprechende Konzepte wurden "in das Reich der Absurdität" verwiesen.

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