Prokop: Anschlag der SP auf den Sport

Niederösterreich, 16.9.97 (NÖI) "Bundeskanzler Klima und Staatssekretär Wittmann hungern die Sportverbände regelrecht aus. Weil die Fixkosten für die Sportorganisationen jährlich steigen, die finanzielle Unterstützung des Bundes für die Sportverbände aber jetzt schon 4 Jahre gleich bleibt, werden einzelne Organisationen in den Ruin getrieben. Das Sparen des Bundes auf Kosten des Sportes wird sich im Spitzen- und Breitensport fatal auswirken", greift LH-Stv. Liese Prokop die Absicht von Bundeskanzler und Sportstaatssekretär an, das Glückspielgesetz zu ändern.****

Die Förderung des Bundes für die österreichischen Sportverbände hat ihren Ursprung in einer Unterstützung aus den Mittel des Sporttottos. Schon bei der Einführung des Lottos als Grundlage für die Förderung der Sportverbände haben diese befürchtet, immer weniger Mittel zu erhalten. Der Förderbetrag
des Bundes aus dem Lotto wurde tatsächlich 1996 und 1997 nicht valorisiert. Der frühere Bundeskanzler Dr. Vranitzky hat aber
beim Sparpaket 1995 zugesagt, daß es ab 1998 wieder eine Wertanpassung für die Förderung der Sportverbände geben wird.

"Das Versprechen von Vranitzky ist seinen Nachfolgern Klima
und Wittmann offenbar ebenso wenig wert wie die
Sportorganisatoren selbst. Umso verständlicher ist dieser
Wortbruch deshalb, da erst kürzlich das Mittwoch-Lotto eingeführt wurde, wodurch dem Staat beträchtliche Mehreinnahmen zufließen", so Prokop weiter. Die NÖ Landesregierung hat heute einstimmig die Bundesregierung aufgefordert, das Glückspielgesetz nicht zu
ändern und die finanzielle Unterstützung der Sportverbände 1998 wieder entsprechend der Inflation zu erhöhen.

"Wir in Niederösterreich haben die Mittel für die Förderung der Sportverbände 1997 nicht gekürzt und werden sie sogar im nächsten Jahr erhöhen. Die 50 Dach- und Fachverbände erhalten heuer Förderungen in der Höhe von 7 Mio. S. Im nächsten Jahr erhöhen wir auf 7,5 Mio. Wir sind uns bewußt, daß der Sport ohne das Engagement der Sportverbände im Spitzensport, aber auch im Breitensport nicht existieren kann", schließt die in Niederösterreich für Sport zuständige Landespolitikerin ab.

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