Finanzielle Hilfe für Menschen, die unverschuldet in Not kamen

Im ersten Halbjahr 1997 über 4 Millionen an Sozialhilfe ausbe-zahlt

St.Pölten (NLK) - Das soziale Netz in Österreich ist,
verglichen mit den Maßnahmen der öffentlichen Hand in anderen Ländern, sehr dicht. Dennoch stehen immer wieder Menschen vor schier unüberwindlichen finanziellen Hürden, die sie aus eigener Kraft nicht mehr meistern können. "Frauen haben nach Scheidungen oft das Problem, schnell eine eigene Wohnung zu brauchen, können aber die geforderte Ablöse nicht zahlen", berichtete heute Landesrat Traude Votruba über charakteristische Fälle, in denen die Sozialhilfe des Landes Niederösterreich mit unverzinslichen Darlehen oder mit Beihilfen einspringt. "Auch Familien, die durch den Tod eines Ehepartners, durch eine langwierige Krankheit oder durch einen verlorenen Arbeitsplatz unverschuldet und hoffnungslos in Notlage geraten und beispielsweise nicht einmal mehr den Miet-zins zahlen können, sind unter den Hilfsempfängern." Unter den Sozialhilfe-Empfängern würden sich auch viele betagte Mitbürger befinden, sagte Votruba weiter. Mit der Unterstützung des Landes Niederösterreich sollen die Betroffenen die Chance erhalten, "wirtschaftlich wieder Boden unter den Füßen zu bekommen".

Im ersten Halbjahr 1997 wurden 167 Ansuchen bei den Bezirkshauptmannschaften eingereicht. Eine genaue Überprüfung der Angaben durch eine Sozialarbeiterin oder einen Sozialarbeiter folgte, und binnen kurzer Zeit landeten die Ansuchen beim Amt der NÖ Landesregierung. In 121 Fällen erfolgte schließlich ein positiver Bescheid. Im ersten Halbjahr wurden knapp über vier Millionen Schilling an Sozialhilfe ausbezahlt, davon rund 1,8 Millionen Schilling als unverzinsliche Darlehen und etwa 2,2 Millionen Schilling als Beihilfen. Auch in den vergangenen Jahren habe das Land Gesamtsum-men in ähnlicher Höhe ausgegeben, die Ausgaben des Landes für diesen Bereich seien also nicht konjunkturabhängig. Votruba: "Wir bemühen uns, so rasch und so unbürokratisch wie möglich zu helfen, müssen aber immer berücksichtigen, daß wir Steuergelder ausgeben."

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK