Grasberger: 164,7 Millionen Hochwasserhilfe für Bezirk Lilienfeld

Rasche und unbürokratische Hilfe des Landes

Niederösterreich, 13.9.1997 (NÖI) "Die Hochwasserkatastrophe vom Juli war kaum überstanden, die Aufräumungsarbeiten kaum begonnen, wurde auch schon mit der Auszahlung finanzieller Hilfsmittel begonnen. Bis jetzt sind aus dem Katastrophenfonds
von Land und Bund 164,7 Millionen Schilling für Entschädigungen
an die Hochwasseropfer ausbezahlt worden. Für diese rasche und unbürokratische Hilfe ist Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und seinem VP-Regierungsteam, die sich vor Ort ein Bild über die Schäden machten, sehr zu danken. Zu danken ist aber auch den Gemeinden, die umgehend Schadenskommissionen eingerichtet haben",
so VP-Bundesrat Walter Grasberger.****

Wie sehr notwendig diese sofortigen Hilfen waren, zeigen die Zahlen der bisherigen Schadensbilanz. Im Bezirk Lilienfeld, der
am schlimmsten von diesem Jahrhunderthochwasser betroffen war, beläuft sich der Schaden am privaten und betrieblichen Eigentum allein auf 450 Schilling. Erstmals hat der Katastrophenfonds des Landes jedem Geschädigten 30 Prozent des Schadens pauschal
ersetzt. Als nächsten Schritt wird das Land Niederösterreich zusätzliche finanzielle Mittel für Härtefälle zur Verfügung stellen. Durch eine landesweite Spendenaktion sind 6 Millionen zusammengekommen, die vom Land NÖ verdoppelt werden, um besonders schwer betroffene Familien mit geringem Einkommen gezielt zu unterstützen.

"Das Hochwasser bedeutet aber auch für die Gemeindebudgets
eine enorme Belastung. So müßte St. Veit/Gölsen mit 11 Millionen ca. ein Viertel des Gemeindebudgets von 48 Mio. Schilling allein für die Instandsetzung von zerstörtem Gemeindeeignetum aufwenden. Ich habe deshalb schon vor Wochen beim Gemeindereferenten des Landes, LH-Stv. Höger auf diesen Umstand aufmerksam gemacht und
um Hilfe gebeten. Wenn hier nichts passiert, rutschen unsere Gemeinden in die Armutszone Niederösterreichs. Nach der raschen Hilfe für Private müssen jetzt die Gemeinden unterstützt werden, damit deren Budgets nicht auch Opfer des Jahrhunderthochwassers werden", schloß Grasberger.

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