LIF-Bolena befürchtet Blockade der AKH Reform

Diskussionsführung ist kontraproduktiv!

Wien (OTS) Die Liberale Gesundheitssprecherin im Wiener Landtag, Mag. Alexandra Bolena, kritisierte heute die Art der Diskussion über Reformmöglichkeiten im Krankenanstaltenverbund, bzw. im AKH. "Der scheidende Generaldirektor Dr. Naegler hat viel zu einer Verbesserung der Situation der Wiener Spitäler beigetragen, es ist mir aber unverständlich, wieso er so knapp vor Ende seiner Amtszeit noch einen so weitreichenden Personalabbau im AKH durchsetzen will", so Bolena.

Daß diese Vorgehensweise absolut kontraproduktiv war, beweist die gestrige Zusage Rieders, das Pflegepersonal im AKH um 50 Stellen aufzustocken, anstatt, wie von Nägler geplant, zu reduzieren. Bolena: "Selbstverständlich ist es von der Intention her richtig, Personal von Akutspitälern in den Pflegebereich zu transferieren, jedoch müssen zuerst die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Solange das AKH auch als Versorgungs- und nicht nur als Schwerpunktkrankenhaus genutzt wird und solange Pflegefälle auch im AKH betreut werden, weil es keine ausreichenden Pflegeeinrichtungen gibt, ist es nicht sinnvoll, Pflegepersonal vom AKH abzuziehen."

Dabei stehe hinter der Reform der sinnvolle Grundgedanke, Kapazitäten in Akutspitälern ab- und dafür Pflegeeinrichtungen auszubauen. Diese Umschichtung sei sinnvoll und notwendig, wenn nicht teure AKH-Betten mit Pflegefällen besetzt werden sollen, die in Pflegeeinrichtungen besser und billiger versorgt werden könnten, meinte Bolena.

Der Vorstoß von Generaldirektor Naegler sowie die Reaktion des Stadtrats darauf bewirken nun eine völlige Blockade, bedauert Bolena. Das sei um so bedauerlicher, da in den nächsten Tagen Verhandlungen zwischen Bund und Wien die Ausgliederung des AKH aus dem KAV betreffend beginnen sollen, so Bolena. "Der Leidtragende ist der angehende Generaldirektor Hauke, dessen Handlungsspielraum durch diese Konflikte fast auf null reduziert wird und die Reform der Krankenanstalten ist nun auch in Gefahr", meinte Bolena abschließend.

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