VA Stahl: Deutlicher Aufwärtstrend der VOEST-ALPINE STAHL AG

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Ad-Hoc Mitteilung von: VA Stahl

Deutlicher Aufwärtstrend der VOEST-ALPINE STAHL AG
für das laufende Geschäftsjahr 1997/98

Eine exzellente Mengenkonjunktur bei tendenziell steigenden Preisen und verbesserte Ergebnisse charakterisierten das erste Quartal des Geschäftsjahres 1997/98 der börsennotierten VOEST-ALPINE STAHL AG. Für das Gesamtjahr mit Bilanzstichtag 31. März 1998 läßt die hervorragende Auslastung und die sich verbessernde Erlössituation eine weiterhin positive Entwicklung erwarten.

Der konsolidierte Konzernumsatz betrug im ersten Quartal des Geschäftsjahres (1. April bis 30. Juni) 8,63 Milliarden ATS. Im Rumpfgeschäftsjahr (1. Jänner bis 31. März) lag der Vergleichs wert bei 7,9 Milliarden Schilling. Die Division Flachprodukte erzielte einen konsolidierten Umsatz von 6,8 Milliarden ATS,
die Division Langprodukte einen von 2,0 Milliarden ATS.

Der Betriebserfolg als Indikator für die Ergebnisentwicklung
hat sich gegenüber dem Quartal zuvor, also dem Rumpfgeschäftsjahr, um mehr als 15 Prozent erhöht. Zum 31. März lag der Betriebserfolg bei 376 Millionen Schilling. Die Entwicklung des Betriebserfolgs vor Abschreibungen (EBITD) läßt für das Gesamtjahr 1997/98 eine gesteigerte EBITD-Marge auf gut
12 Prozent erwarten.

Die VOEST-ALPINE STAHL-Gruppe beschäftigte Ende Juni 1997 exklusive Lehrlinge 14.634 Mitarbeiter (14.687 Beschäftigte per
31. März).

Hohe Produktion bei tendenziell steigenden Preisen

Die bereits im ersten Kalenderquartal 1997 gesteigerte Nachfrage am europäischen Stahlmarkt setzte sich im zweiten Kalenderquartal, dem ersten Geschäftsquartal, fort. Die Auslastung der Stahlwerke in Linz und Donawitz lag in diesem Zeitraum an der absoluten Kapazitätsobergrenze. Die Rohstahlproduktion betrug in Linz 905.000 Tonnen, in Donawitz 312.000 Tonnen. Die Rohstahlproduktion des Konzerns lag damit
bei 1,2 Millionen Tonnen nach 1,086 Millionen Tonnen im Rumpfgeschäftsjahr.

Preiserhöhungen waren im ersten Geschäftsquartal trotz der großen Nachfrage nur in einzelnen Produktsegmenten wie feuerverzinkten Blechen sowie bei Rohren und Profilen durchsetzbar.

Für das zweite Geschäftsquartal konnten dagegen bei kurzfristigen Aufträgen sowie Quartalsabschlüssen die Preise um rund fünf Prozent erhöht werden. Zur günstigen Auslastungssituation kommt damit im zweiten Kalenderhalbjahr
1997 auch eine positive Preisentwicklung. Da jedoch etwa die Hälfte aller Lieferkontrakte auf längerfristigen Vereinbarungen beruhen, sind diese verbesserten Preise kurzfristig noch nicht
in vollem Umfang ergebniswirksam, ab dem Jahr 1998 allerdings
dann auf breiter Basis.

Investitionen laufen nach Plan

Alle im Zuge des Investitionsprogrammes 1996 bis 1998 vorgesehenen Inbetriebnahmen konnten im Berichtszeitraum planmäßig oder sogar schneller als geplant durchgeführt werden. Dazu gehört in Linz das Hochfahren der Stranggießanlage CC5 sowie die erste Stufe des Ausbaues der Feuerverzinkungsanlage
2. Im Juni startete auch der Probebetrieb der Anlage zur Fertigung lasergeschweißter Platinen, die in Kooperation mit
der PREUSSAG STAHL AG umgesetzt wird.

Planmäßig verlaufen auch die Fortschritte beim weiteren Ausbau der Feuerverzinkungsanlage 2 auf 350.000 Jahrestonnen sowie bei
der kontinuierlichen Durchlaufglühe. Die Neuausrichtung der Sparte Grobblech wird demnächst abgeschlossen.

In Donawitz wurde die von AGA errichtete und zu betreibende Sauerstoffanlage, die überwiegend Donawitz versorgen wird, in Betrieb genommen. Auch die Realisierung des Konzeptes "Adjustage 2000" zur weiteren technischen Optimierung der Schienenfertigung läuft nach Plan. Im Nahtlosrohrwerk Kindberg erfolgten die ersten Auftragsvergaben für die Umstellung auf eine neue Rohrerzeugungs-Technologie.

Ausblick mit Optimismus

Die Nachfrage hält im dritten Kalenderquartal auf hohem Niveau
an. Auch für das letzte Quartal 1997 ist aus heutiger Sicht eine Vollauslastung der Kapazitäten in praktisch allen Produktbereichen gegeben. Nach den ersten moderaten Preiserhöhungen im ersten und zweiten Geschäftsquartal sollte
im Herbst noch einmal ein Anheben bei kurzfristigen Verträgen
und Quartalsverträgen möglich sein. Für die ebenfalls im Herbst anstehenden Verhandlungen über die Lieferverträge für das Kalenderjahr 1998 mit der Automobil- und Haushaltsgeräte-Industrie stellt sich die Ausgangsposition für die Stahlindustrie günstig dar.

Insgesamt ergibt sich für die kommenden drei Quartale des Geschäftsjahres 1997/98 ein positives konjunkturelles Umfeld. Allerdings wird unterstellt, daß die europäischen Währungen zueinander und zum Dollar kalkulierbar bleiben und sich während
der Vorbereitungen auf den Euro keine sprunghaften Entwicklungen ergeben.

Linz, 12. September 1997

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