Valorisierung der Totomittel

ASKÖ-Präsidium kritisiert Bundesregierung

Wien - Das ASKÖ-Bundespräsidium fordert vehement die Einhaltung des vor zwei Jahren von Bundeskanzler Vranzitzky gegebenen Versprechens auf Wiedereinführung der Valorisierung der Besonderen Bundes- Sportförderungsmittel im Jahr 1998.

Die österreichischen Sportorganisationen unterhalten mit den im internationalen Vergleich ohnehin geringen Förderungen durch die sogenannten Totomittel, die Basis des gesamtösterreichischen Sports, rund 14.000 Sportvereine.

Die Aussetzung der Valorisierung für die letzten beiden Jahre wurde lediglich unter der Voraussetzung akzeptiert, sie im Jahr 1998 wiedereinzuführen und diese Vereinbarung gesetzlich abzusichern. Der Sport wurde in Österreich im Rahmen der Budgetkonsolidierung innerhalb der letzten Jahre mit einer Reihe von Belastungen konfrontiert, die vor allem die Betreuung der Basis im Sport massiv erschwerte und die Aufrechterhaltung eines geordneten Übungsbetriebes vor große Probleme stellt. Die jetzt geplante Einsparung würde allein in den nächsten fünf Jahren einen Einnahmenverlust von rund 60 Millionen Schilling für den Sport bedeuten.

Es kann nicht angehen, daß sich Österreich um die Austragung von Großsportveranstaltungen wie der Fußball- Europameisterschaft im Jahr 2004 und um die Olympischen Spiele 2006 bewirbt, die Milliarden an Subventionen für Infrastrukturen notwendig machen und gleichzeitig wird dem Sport die Basisfinanzierung gekürzt.

Die ASKÖ erinnert die Bundesregierung noch einmal an das Versprechen von Ex-Bundeskanzler und Sportminister Vranitzky und fordert die derzeit Verantwortlichen zur Einhaltung auf.

Rückfragehinweis: ASKÖ

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