ÖLLINGER: FORTSETZUNG DES MISSBRAUCHS VON AMS-GELDERN

Reaktion der GRÜNEN auf AK-Vizepräsident Gajdosek

"Das Arbeitsmarktservice unterstützt Unternehmen bei ihrem Vorhaben, ältere ArbeitnehmerInnen loszuwerden", erklärt der GRÜNE Sozialsprecher Karl ÖLLINGER zu Aussagen von AK-Vizepräsident Alfred Gajdosek. "Nicht nur, daß in den nächsten zwei Jahren in Summe 15 Milliarden Schilling aus dem AMS-Budget zur Pensionsversicherung transferiert werden sollen, steht jetzt auch noch die Unterstützung äußerst problematischer Abbaupläne zur Debatte", kritisiert der Abgeordnete.

Auch bisher habe es bei Banken, Versicherungen und der OMV schon "Personalausgliederungsmaßnahmen" gegeben, die völlig gegen die derzeit überall propagierten Intentionen - nämlich der Verlängerung der aktiven Erwerbszeit - gerichtet seien. "Das Arbeitmarktservice will jetzt auch noch Pläne unterstützen, die den politischen Versprechungen vollkommen zuwiderlaufen", sagt ÖLLINGER und sieht sich in seiner Kritik der Pensionsreformmaßnahmen bestätigt. "Ein großer Teil der FrühpensionistInnen geht nicht freiwillig in Pension, sondern wird von den Betrieben dazu gezwungen. Wenn jetzt auch noch Bestrafungsmaßnahmen, nicht nur in Form von massiven Abschlägen, sondern auch durch ein absolutes Verbot einen Schilling dazuzuverdienen, eingeführt werden sollen, wird die Inkonsequenz der Politik auf die Spitze getrieben."

"Arbeitnehmer werden bestraft, Firmen gefördert" - so laute das Motto. "Wenn die Anschuldigungen von Gajdosek stimmen, ist klarer Mißbrauch von Arbeitslosengeldern nicht mehr auszuschließen", schließt ÖLLINGER.

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