Lambach: Auch nach VwGH-Erkenntnis noch viele Punkte offen WWF warnt vor sinnloser Naturzerstörung

Wien (OTS) - Der Verwaltungsgerichtshof wies heute die Beschwerde von drei Brunnenbesitzern gegen die wasserrechtliche Genehmigung des Kraftwerks Lambach ab. "Trotz dieses Erkenntnis des VwGH sind viele zentrale Punkte offen", erklärt WWF-Energieexperte Stefan Moidl. "Es sind sowohl wasserrechtliche als auch naturschutzrechtliche Fragen offen. Darüberhinaus gibt es den Beschluß des Bürgerbeirates, der von LH Pühringer selbst eingesetzt wurde, nach dem ein Baubeginn nur nach Abschluß aller offenen Verfahren zulässig ist."

Ebenfalls offen ist das seit langem der Europäischen Kommission versprochene Gutachten über die Vogelfauna an der Traun. "Nur mit diesem Versprechen hat das Land Oberösterreich eine Einstellung des Beschwerdeverfahrens bei der EU erreichen können. Ein sofortiger Baubeginn wäre demnach auch ein Affront gegenüber der Europäischen Kommission", weist Moidl auf die internationale Bedeutung einer überhasteten Entscheidung hin.

Nach wie vor ungeklärt ist auch die energiepolitische Notwendigkeit des geplanten Kraftwerks Lambach. Diese müßte in dem von LH Pühringer versprochenen Energiebeirat endgültig geklärt werden. "Wir warten noch immer auf die Einberufung dieses längst zugesagten Beirates", urgiert Moidl. "Das wäre ein klares Zeichen zur Dialogbereitschaft, andernfalls ist klar, daß es LH Pühringer um die Verwirklichung eines reinen Prestigeprojektes geht."

Somit wäre ein jetziger Baubeginn des Kraftwerks Lambach eine klare Entscheidung für Naturzerstörung und gegen Umweltschutz in Oberösterreich. Der WWF mahnt daher LH Pühringer den Bürgerbeiratsbeschluß zu akzeptieren und sich der ökolgischen und energiepolitischen Diskussion zu stellen.

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