Gewerbeverein fordert bei Gewerbepensionen härteren Verhandlungsstil

Wien (OTS) - Daß Wirtschaftskammer-Verhandler Gleitsmann bereits einen höheren Eigenfinanzierungsgrad bei den Pensionen für Gewerbetreibende gottgegeben hinnimmt, mutet sonderbar an - so der Präsident des Österreichischen Gewerbevereins, Prof. Friedl Bakalowits. "Wie - so Gleitsmann- die Wirtschaft die geforderten 250 Millionen Schilling für die Pensionskasse aufbringen wird, ist noch nicht entschieden. Die Reform werde an diesem Punkt jedoch "sicher nicht scheitern".

Herr Gleitsmann pflegt einen sonderbaren Verhandlungsstil und man könnte den Gewerbetreibenden nur wünschen, er würde eine paar Monate bei GÖD-Chef Dohr in die Lehre gehen.

Fest steht:

+ Nach den massiven Belastungen der gewerblichen Selbständigen durch außerordentliche Anhebungen der Beitragsgrundlagen und der Beitragssätze hat sich der Eigendeckungsgrad der gewerblichen Pensionsversicherung zwischenzeitlich stark erhöht.

Allein mit eigenen Beiträgen, die in die gewerbliche und in andere Pensionsversicherungen gezahlt werden (Wanderversicherung), werden die Gewerbepensionen von den Versicherten bereits zu 67,5% finanziert. Berücksichtigt man auch noch die Leistung aus dem eigenen Steueraufkommen (Partnerleistung des Bundes), so erhöht sich der Eigendeckungsgrad der gewerblichen Pensionsversicherung auf über 100 % !

+ Daß der ehemalige Finanz-Staatssekretär Ditz im Management-Club am 14.10.1993 anläßlich der Vorstellung der Steuerreform l dezidiert erklärte, daß die Ausfallshaftung beim GSVG durch den Wegfall der Gewerbertragssteuer (aus der damals der Quasi-Arbeitgeberbeitrag der GSVG-Versicherten finanziert wurde) nicht zu einer Beitragserhöhung führen wird. Was ja auch nicht notwendig ist, wenn man die o.a. Berechnung berücksichtigt.

Der Österreichische Gewerbeverein fordert von der Pflicht-Interessensvertretung der österreichischen Wirtschaft etwas mehr Konsequenz bei den Pensionsverhandlungen.

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