Neuer ASKÖ-Landespräsident LH-Stv. Fritz Hochmair fordert mehr Schulsport

Linz (OTS) - Die dringend nötige Intensivierung im Schulsportbereich" nennt der neue ASKÖ-Landespräsident LH- Stv. Fritz Hochmair als einen Schwerpunkt seiner sportpolitischen Überlegungen. Einerseits wird darüber geklagt, daß der Bewegungsmangel bei unserer Jugend zunehmend zu gesundheitlichen Schäden mit hohen volkswirtschaftlichen Folgekosten führt. Andererseits aber werden die Defizite im Schulsportbereich immer größer", begründet Hochmair, der bei der Präsidiumssitzung am 5. September 1997 einstimmig zum neuen Landespräsidenten der ASKÖ-Oberösterreich bestellt wurde.

Unsere Wunschvorstellung ist nach wie vor die tägliche Turnstunde in allen Schulen", sagt Hochmair. Am weitesten davon entfernt ist man in den Berufsschulen. Dort existiert der Schulsport praktisch gar nicht", kritisiert Hochmair und führt die Verhinderungsgründe an: Nur 18 von 29 Berufsschulen in Oberösterreich sind mit Turnsälen ausgestattet. Leibesübung (LÜ) ist noch immer eine unverbindliche Übung. Da die Schulzeit als Arbeitszeit zählt, müssen den Lehrlingen von den Betrieben Überstunden bezahlt werden, wenn die wöchentliche Normalarbeitszeit durch LÜ überschritten wird. Das zusammen führt dazu, daß nur rund 20 Prozent aller Berufsschüler LÜ besuchen.

Beim Schulsport sollte insbesondere das Haltungs- und Gesundheitsturnen forciert werden", meint Hochmair. Dem müsse auch bei der Aus- und Fortbildung der Lehrer und durch den Einsatz von geprüften Übungsleitern und Lehrwarten Rechnung getragen werden.

Auch im Vereinssport müssen die Schwergewichte stärker auf den Nachwuchsbereich gelegt werden", meint Hochmair. Dafür bedürfe es aber mehr direkter und indirekter Hilfen für die Vereine und ihre Funktionäre. Als Beispiel führt Hochmair die Totoförderungsmittel an:
Ihre Höhe wurde 1986 quasi eingefroren. Das führte dazu, daß heute nur noch knapp drei Prozent der Totoeinnahmen für die Sportförderung ausgeschüttet werden, während es vor zehn Jahren noch 19 Prozent waren. "Hier muß wieder mehr Geld in den Sport fließen, am besten zweckgebunden für Nachwuchsförderung." Die ASKÖ-Oberösterreich tritt auch für einen "Solidarbeitrag" der gut verdienenden Spitzensportler in Form eines "Nachwuchspools" ein: Beispielsweise könnte dieser mit einem Prozent der Werbeeinnahmen der Sport-Spitzenverdiener gespeist werden.

Rückfragehinweis: ASKÖ

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