Wagner: Ausbildungsprogramm für Berufstätige bewährte sich

"Spätberufene" füllten Personalstände in der Krankenpflege

St.Pölten (NLK) - Das vom Arbeitsmarktservice (AMS NÖ) und vom Land Nieder-österreich getragene Sonderausbildungsprogramm für Berufstätige, die als "Spätberufene" in die Krankenpflege "umsteigen" wollen, habe sich voll und ganz be-währt. Das sagte heute Gesundheits-Landesrat Ewald Wagner. Das mittlerweile ab-geschlossene Modell hat engagierten Niederösterreicherinnen und Niederösterrei-chern, die zumeist wegen einer Betriebsschließung oder wirtschaftlich bedingten Kündigungen einen neuen Arbeitsplatz suchten, die Chance auf einen Einstieg in den Pflegeberuf gegeben, da das AMS NÖ durch entsprechende Leistungen die Teilneh-mer finanziell absicherte. Auch nützten Beschäftigte des sogenannten Sanitätshilfs-dienstes die Möglichkeit, durch eine höhere Qualifikation das begehrte Krankenpfle-ge-Diplom zu erwerben. Rechnet man noch jene Interessenten dazu, die über "Jugend und Arbeit" in die Krankenpflege-Ausbildung einsteigen konnten, wurden im Lehrgang 1993/96 rund 230 und im Lehrgang 1994/97 rund 175 Niederösterreiche-rinnen und Niederösterreicher vom AMS NÖ gefördert. "Rund 280 von ihnen haben bereits das Diplom erhalten oder werden in den nächsten Wochen zur Überreichung eingeladen", berichtete Wagner. "Die Angebote für Umsteiger haben bewirkt, daß in Niederösterreich die Lücke zwischen dem Bedarf an Diplom-Krankenpflegepersonal und den tatsächlich besetzten Posten rascher geschlossen werden konnte."

Heuer wurden bereits 322 Diplome an die Absolventen von elf Krankenpflegeschu-len überreicht, erläuterte Wagner weiter. 75 Prozent der frischgebackenen Diplom-krankenschwestern oder Diplomkrankenpfleger arbeiten mittlerweile in einem der heimischen Krankenhäuser, einem Heim oder in der extramuralen, sozialmedizini-schen Betreuung. Die Zeit, in der jeder Krankenschwester oder jedem Pfleger sofort nach der Ausbildung ein Arbeitsplatz sicher war, sei allerdings vorbei, hielt der Ge-sundheits-Landesrat erneut fest. Zwar würden wegen Pensionierungen oder Karen-zurlauben immer wieder Posten frei, und auch der Ausbau der sozialmedizinischen Betreuungsdienste und der Pflegeheime sei eine Chance. Der Nachholbedarf in Nie-derösterreich sei jedoch befriedigt, die enormen Zuwachsraten beim Personal seien damit Vergangenheit, und die Ausbildungsquote werde mittelfristig zwangsläufig niedriger werden.

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