Michalitsch: EU-Osterweiterung bietet die Chance die österreichische Atomposition zu vertreten

Niederösterreich, 9.9.97 (NÖI) Im Rahmen der Verhandlungen
rund um die EU-Osterweiterung erhält Österreich die Chance,
seine Atomposition mit Nachdruck zu vertreten. So ist es ein
Gebot der Stunde, auf unsere östlichen Nachbarn einzuwirken,
daß sie sich, vor allem, was die Atompolitik anbelangt, an europäische Maßstäbe anpassen. So muß die Inbetriebnahme des slowakischen Kernkraftwerkes Mochovce mit allem Nachdruck
verhindert werden, erklärte heute der Europasprecher der VP-NÖ, LAbg. Martin Michalitsch.****

Gerade für Niederösterreich muß dies, wegen seiner
räumlichen Nähe zu diesem Schrottreaktor ein großes Anliegen sein. Es sei dies nur ein Beispiel aus einer Fülle von Punkten,
die von jedem Staat, der zur EU beitreten möchte, gefordert
werden muß. "Ich fordere daher, daß die Beitrittsländer uneingeschränkt an allen Bemühungen mitwirken, die nukleare Sicherheit in ihrem Bereich auf das internationale Niveau zu
heben. So sollen die Kernkraftwerke nach alter sowjetischer
Bauart entweder stillgelegt oder wenigstens in den nächsten
Jahren umfassend modernisiert werden. Dies bezieht sich neben Mochovce auch auf die Kraftwerke Temelin, Dukovany und
Bohunice", so Michalitsch.

Michalitsch wies in diesem Zusammenhang darauf hin, daß die Osterweiterung der Union ein wichtiger Schritt zur Forderung
von Sicherheit und Stabilität in unseren Nachbarländern und
damit zur Sicherung und zur Stabilität in unserem eigenen Land
ist. Darüber hinaus ist die Integration der mittel- und osteuropäischen Marktwirtschaften mittel- und langfristig eine wesentliche Stärkung für den Wirtschaftsstandort Österreich und damit eine Chance für unsere Unternehmen und die
österreichischen Arbeitnehmer.

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