Böhler-Uddeholm: Böhler-Uddeholm Halbjahresbilanz 1997

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Ad-Hoc Mitteilung von: Böhler-Uddeholm
PRESSEINFORMATION
Erstes Halbjahr mit Ergebnisrückgang aber stark steigendem Auftragseingang
Der Geschäftsverlauf der börsenotierten BöhlerUddeholm Gruppe belebte sich nach dem gedämpften 1. Quartal in den folgenden drei Monaten spürbar. Umsatz und Ergebnis für das 1. Halbjahr 1997 insgesamt liegen jedoch unter dem Niveau des 1. Halbjahres 1996,
das noch wesentlich von den Auswirkungen des Rekordjahres 1995 geprägt war, aber deutlich über dem Niveau des 2. Halbjahres
1996. Der Konzern erzielte in den ersten 6 Monaten 1997 mit 8.988 (9.636) Mitarbeitern einen Umsatz von ATS 8.810 Mio. (ATS 9.339 Mio.). Wichtigster Absatzmarkt waren die EULänder (inklusive Österreich) mit 61%, umsatzstärkster Kernbereich die Edelstahl Langprodukte mit 63%.

Der Auftragseingang im 1. Halbjahr 1997 betrug ATS 5.818 Mio.
(ATS 5.028 Mio.) und hat sich somit gegenüber dem 1. Halbjahr
1996 um +16% und gegenüber dem 2. Halbjahr 1996 um +36% deutlich verbessert. Der Auftragsstand erreichte zum 30. Juni 1997 ATS
2.904 Mio. (ATS 3.135 Mio.) und lag damit nur um 7% unter dem
Wert der Vergleichsperiode. Gegenüber Jahresende 1996 war bei den Mengen ein Zuwachs zu verzeichnen, die Legierungspreise sind
leicht gestiegen, die Basispreise blieben insgesamt stabil.

Der Betriebserfolg (EBIT) im 1. Halbjahr 1997 betrug ATS 552 Mio. (ATS 919 Mio.), was einer EBIT-Marge von 6,3% (9,8%) entspricht.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) erreichte im 1. Halbjahr 1997 ATS 450 Mio. ( ATS 779 Mio.), der Jahresüberschuß (vor Minderheitsanteilen) ATS 320 Mio. (ATS 553 Mio.). Die Steuerrate für BöhlerUddeholm lag im 1. Halbjahr 1997 bei 29% (29%). Der Konzern erzielte im 1. Halbjahr 1997 einen Cash-flow von ATS 741 Mio. (ATS 1.010 Mio.).

Das Eigenkapital des Böhler-Uddeholm Konzerns lag zum Stichtag
bei ATS 6.506 Mio. (ATS 6.144 Mio.), dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 37,2% (35,4%). Das Verhältnis der
Eigenmittel zur NettoKreditverschuldung (Gearing) konnte mit 0,6
auf dem Niveau des 1. Halbjahres 1996 gehalten werden.
Der Vertrieb des Böhler-Uddeholm Konzerns verzeichnete in Nordund Osteuropa eine sehr gute Nachfrage, während die Märkte in Westeuropa stagnierten. Eine nach wie vor starke Nachfrage war
aus Nord- und Südamerika zu verzeichnen, die auch auf den hohen
US Dollar-Kurs zurückzuführen ist. Die asiatischen Märkte blieben relativ stabil auf hohem Niveau. Im 1. Halbjahr 1997 wurden neue Vertriebsniederlassungen in Lettland, Estland und der Türkei eröffnet, bis Jahresende sollen auch in Polen und in der Slowakei neue Niederlassungen entstehen.

Ausblick für das Gesamtjahr 1997

Durch den Zuwachs beim Auftragseingang im 1. Halbjahr sollten
Umsatz und Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte höher als in der ersten Jahreshälfte ausfallen. Insgesamt strebt BöhlerUddeholm für das Geschäftsjahr 1997 einen Betriebserfolg (EBIT) auf dem Niveau des Vorjahres an. Das EGT und der Jahresüberschuß werden 1997 unter dem jeweiligen Vorjahreswert liegen, weil - im
Gegensatz zu den Vorjahren - alle Randbereiche bereits veräußert sind und daher mit keinen außerordentlichen Erträgen zu rechnen ist.

Das Management des Unternehmens erwartet auch in der 2. Jahreshälfte einen Anstieg beim Auftragseingang und daraus resultierend einen weiteren Mengenzuwachs. Claus J. Raidl, Vorstandsvorsitzender der BöhlerUddeholm AG: "Der positive Trend hat sich im Juli fortgesetzt, wir konnten in diesem Monat einen Auftragseingang von ATS 1.074 Mio. verzeichnen, das ist um 64%
mehr als im Juli des Vorjahres." In einigen Märkten und Produktsegmenten sollten auch leichte Basispreiserhöhungen durchsetzbar sein. Raidl weiter: "Das Konjunkturtief im Edelstahlzyklus ist durchschritten, ein Anziehen der Nachfrage zeichnet sich ab und bildet eine gute Ausgangsbasis für das 2. Halbjahr 1997 beziehungsweise für das kommende Geschäftsjahr." Eines der wesentlichsten Wachstumsziele im Böhler-Uddeholm
Konzern ist die Verstärkung bei pulvermetallurgisch hergestellten Stählen. Bis Jahresende soll eine Entscheidung über die künftige Entwicklung in diesem Produktsegment getroffen werden.

Wien, am 8. September 1997

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