50. Wallfahrt des NÖ-Bauernbundes nach Mariazell

Bauern spenden mehr als 2,2 Millionen für Renovierung der Basilika

Niederösterreich, 5.9.1997 (NÖI) Bereits zum 50. Mal jährt sich heuer die Wallfahrt des NÖ-Bauernbundes nach Mariazell. Die Bauernbund-Wallfahrt, die am 13. und 14. September stattfindet, steht unter dem Motto "Für eine Zukunft in Frieden und Freiheit". Wie eng die Verbundenheit der niederösterreichischen Bauern mit Mariazell ist, beweist auch die Unterstützung der Aktion
"Mariazell braucht Ihre Hilfe". Auf Initiative des NÖ-
Bauernbundes wurden mehr als 2,2 Millionen Schilling an Spendengeldern für die Renovierung der vom Verfall bedrohten Basilika gesammelt, die nun im Rahmen der 50. Bauernbund-
Wallfahrt übergeben werden.****

Die Wallfahrt beginnt am Samstag, 13. September, um 15.30 Uhr
mit der Eröffnung der Ausstellung "50 Jahre NÖ-Bauernbund-Wallfahrten nach Mariazell - Für eine Zukunft in Frieden und Freiheit". Die Ausstellung (bis 12. Oktober) dokumentiert die österreichische Geschichte dieser fünf Jahrzehnte vor dem Hintergrund der Bauernbund-Wallfahrten. Um 18 Uhr beginnt der feierliche Einzug in die Gnadenkirche. Die Abendmesse, an die
eine Lichterprozession anschließt, wird von Weihbischof Dr. Alois Schwarz zelebriert. Die Pontifikalmesse am Sonntag, dem 14. September, (Beginn: 9.00 Uhr) zelebriert der steirische Diözesanbischof und Vorsitzende der österreichischen Bischofskonferenz, Dr. Johann Weber, die anschließende Festansprache im Rahmen der Wallfahrer-Kundgebung hält Niederösterreichs Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Die jährliche Bauernbund-Wallfahrt nach Mariazell ist die Erfüllung eines Gelöbnisses der beiden großen Staatsmänner und Bauernbündler aus Niederösterreich, Leopold Figl und Josef Reither. Figl und Reither, während der Zeit der Nazi-Diktatur in Hitlers Konzentrationslagern festgehalten, hatten damals gelobt,
die Bauern Niederösterreichs alljährlich zur Wallfahrt nach Mariazell aufzurufen, wenn Österreich wieder seine Freiheit erlangt.

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