Bolena: "Fall Melvin" zeigt: Millionen für Info-Kampagne gegen Kindesmißbrauch sind zu wenig

Gemeinde Wien muß auch konkrete Hilfseinrichtungen unterstützen

Wien (OTS) Anläßlich des Beginns der Gerichtsverhandlung gegen die Mutter und den Stiefvater des kleinen Melvin kritisierte das Liberale Forum heute erneut die Relationen der Mittelvergabe der Gemeinde Wien. "Die Kinder- und Jugendanwaltschaft muß mit mageren 360.000 Schilling pro Jahr auskommen, für eine Informationskampagne gegen Kindesmißbrauch stehen kurzfristig 11 Millionen Schilling zur Verfügung", kritisierte die Liberale Sozialsprecherin Mag. Alexandra Bolena. "Diese Beträge stehen in keinem Verhältnis zueinander. So wichtig Aufklärung und Bewußtmachung auch ist, greifen kann sie selbstverständlich erst dann, wenn auch rasche Hilfe und rasches Eingreifen gewährleistet ist."

Doch sowohl der "Fall Melvin" als auch der Tod der kleinen Michelle hätten laut Bolena auf tragische Weise bewiesen, daß trotz Information des Jugendamtes lebensrettende Hilfe ausgeblieben ist. "Diese traurigen Schicksale belegen deutlich, daß Informationskampagnen bei weitem nicht ausreichen; vielmehr muß es darum gehen, auch den mit diesen Problemen betrauten Stellen mehr Mittel zur Verfügung zu stellen." Eine Informationskampagne um fünf Millionen Schilling, wenn die restlichen sechs Millionen der Kinder-und Jugendanwaltschaft, dem Kinderschutzzentrum und anderen Institutionen zukämen, wäre daher wesentlich sinnvoller, meinten die Wiener Liberalen. "Plakate allein werden nichts dazu beitragen, daß Kinder im Falle des Falles auch darauf vertrauen können, daß ihre Rechte gewahrt bleiben", schloß Bolena.

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A. Bolena/LIF Landtagsklub Wien Seite 2/1 ÖÖWinnt40srv01ÖthemenÖBolenaÖKinderÖGewaltÖpd997melvin.doc 03.09.9

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