4. Linzer Donaubrücke befindet sich seit 1995 im UVP-Verfahren

Bau-Landesrat Hiesl: "Land hat nichts verschleppt, in Abstimmung mit der Stadt Linz wurde 1985/86 baureifes Projekt verworfen und neue Variante einer Bürgerinitiative aufgegriffen"

Linz (OTS) - Beim Projekt 4. Linzer Donaubrücke hat das Land OÖ. nichts verschleppt, sondern nur die Wünsche der Bürger berücksichtigt. In Abstimmung mit der Stadt Linz wurde 1985/86 ein baureifes Projekt verworfen und eine neue Variante einer Bürgerinitiative aufgegriffen", betont Bau-Landesrat Franz Hiesl zu Vorwürfen der Stadt Linz. "Ich fordere den Linzer Bürgermeister auf, die bevorstehenden Wahlen nicht für politische "Sandkastenspiele" zu mißbrauchen. Nur durch weitere konstruktive Zusammenarbeit von Stadt und Land werden wir das gemeinsame Ziel, die Sonderfinanzierung und damit die möglichst rasche Realisierung dieses Straßenprojektes, erreichen", so Hiesl.

Beim Projekt 4. Linzer Donaubrücke werden vom Land OÖ. und der Stadt Linz seit 1972 unterschiedlichste Varianten geprüft. 1985 lag bereits ein baureifes Projekt - Donaubrücke und vierspuriger Ausbau der Donaulände - vor. Das Projekt wäre auch im Bundesstraßenbaubudget 1986 erstmals dotiert gewesen. Seitens einer Bürgerinitiative wurde aber eine weitere Variante ins Spiel gebracht. Stadt und Land kamen damals überein, diese Variante näher zu überprüfen und letztendlich = auch zu realisieren. Es wird also seitens des Landes nichts verschleppt, sondern nur den Wünschen der Bürger und auch der Stadt Linz entsprochen, zeigt Hiesl auf.

Die Variante sah vor, den Verkehr von Westen kommend durch einen Tunnel bis zur Westbrücke abzuleiten und damit an der Stadt vorbeizuführen. In tiefergehenden Untersuchungen seitens der Bundesstraßenverwaltung wurde die Variante optimiert und letztlich die heutige Lösung gefunden: nämlich nicht ein Tunnel, sondern eine Tunnelkette parallel zur Westtangente.

"Bereits seit 1995 befindet sich die 4. Linzer Donaubrücke im UVP-Verfahren. Die Gesamtkosten für das Projekt, das im Anschluß an die Donaubrücke die Errichtung der Tunnelkette vorsieht, belaufen sich auf 1,2 Mrd. S. Anfang der 90er Jahre wurde mit dem Wirtschaftsministerium vereinbart, daß dafür eine Sonderfinanzierung gefunden werden müsse. Aus dem laufenden Bundesstraßenneubaubudget in Höhe von rd. 250 Mio. S pro Jahr kann dies keinesfalls finanziert werden. Das Gesamtprojekt wurde auch im Rahmen des Forderungsprogramm der oö. Landesregierung bereits der Bundesregierung übermittelt", so Hiesl abschließend.

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