Prof. Rürup: Kritik an der österreichischen Pensionsreform

Wien (OTS) - Vorausmedlung zu News Nr. 36/4.9.97

- Der Autor der Pensionsstudie: Regierung hat getrickst =

In einem Interview mit dem heute erscheinenden
Nachrichtenmagazin News übt Prof. Bert Rürup Kritik am Verlauf der Verhandlungen über eine Pensionsreform. Rürup: "Ich habe gewarnt, eine Pensionsreform zugleich mit dem Budget zu machen, um zu verhindern, daß eine langfristige Reform kurzfristigen Budgetnöten geopfert wird." Der Autor der Pensionsstudie sehe "die Debatte mit gewissem Mißbehagen". Wenig Verständnis zeigt Rürup für die Position des ÖGB, der statt Reformen einen höheren Bundeszuschuß fordert: "Der Zuschuß muß ja von jemandem finanziert werden. Der Bund ist keine Kuh, die im Himmel frißt und auf Erden gemolken wird." Über den Plan, den Durchrechnungszeitraum auf 20 Jahre zu erhöhen, meint Rürup: "25 Jahre wären mir lieber. Bei den Abschlägen für Frühpensionisten hat die Regierung getrickst. Der Steigerungsprozentsatz für alle Versicherungsjahre wurde - wie empfohlen - vereinheitlicht. Allerdings auf zwei Prozent angehoben. Dies hat zur Folge, daß die Wirkung eines Abschlags von zwei Prozent für jedes Jahr bei Frühpensionierungen abgefedert wird."

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