Geschäftsjahr 1996: Erfolgreiche Veränderungen

Wien (OTS) - Der Vorstand der Post und Telekom Austria AG hat am
3. September 1997 im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz den Jahresabschluß des Rumpfgeschäftsjahres 1996 bekanntgegeben. Der Konzern hat ein Ergebnis von 5,0 Mrd. S (vor Zinsen und Steuern) und einen Jahresüberschuß von 2,2 Mrd. S erzielt. Damit wurden die Eckdaten des Businessplans erfüllt. Dieser Erfolg verdeutlicht den im Jahr 1996 begonnenen Wandel zu einem wettbewerbsorientierten und kundennahen Dienstleister.

Das Geschäftsjahr 1996 umfaßt den Zeitraum 1. Mai (Ausgliederung der PTV in die PTA AG) bis zum 31. Dezember 1996. Der Konzernumsatz betrug 40,7 Mrd. S. Der Unternehmensbereich Post hatte daran einen Anteil von 11,2 Mrd. S. (27,5%), der Bereich Telekom 28,3 Mrd. S (69,6%) und der Bereich Postauto 1,2 Mrd. S (2,9%).

Mit dem Jahresüberschuß von 2,2 Mrd. S. im Konzern konnte das Eigenkapital auf 43,0 Mrd. S verstärkt werden; dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 31%. Die im Konzern durchgeführten Investitionen betreffen vor allem den Ausbau des Leitungsnetzes und der Vermittlungstechnologie: Damit wird die Digitalisierung des Netzes bis zur Jahrtausendwende abgeschlossen sein. Insgesamt wurden im Konzern 9,9 Mrd. S investiert, die zur Gänze aus dem operativen Cash flow in Höhe von 11,4 Mrd. S finanziert wurden.

Entscheidenden Einfluß auf die Ertragslage des Konzerns hatten die Personalkosten (17,3 Mrd. S), die Abschreibungen (8,6 Mrd. S), die Konzessionsabgabe (4,6 Mrd. S) und die Schuldzinsen (2,7 Mrd. S).

Im Jahr 1996 wurden wichtige Entscheidungen getroffen und vorbereitet:

  • Telekom-Tarifreform 1997
  • Ausgliederung der Mobilkom Austria AG und Partnersuche im Mobilfunkbereich
  • Kooperation im Paketbereich
  • Ausgliederung der Immobilienaktivitäten

Die Ergebnisse des Jahres 1996 zeigen, daß eine Börseneinführung im Jahr 1999 erreicht werden kann. Der Vorstand spricht sich dafür aus, die Frage nach der Börsenfähigkeit und nach dem Zeitpunkt des Börseganges unabhängig von tagespolitischen Erwägungen ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu beantworten.

Fit für den Wettbewerb

Ende 1996 hatte das österreichische Telefonnetz mit 3,779 Mio. Hauptanschlüssen und 123.200 ISDN-Kanälen eine Dichte von ca. 48% (bezogen auf die Gesamtbevölkerung) erreicht. Die Anzahl angeschlossener Kanäle hat sich im Geschäftsjahr um rund 3% auf 3,9 Mio. erhöht. Dieser Zuwachs ist primär auf die Nachfrage nach ISDN-Basisanschlüssen zurückzuführen, die 1996 um den Faktor 2,5 zulegte.

Einen Boom verzeichnete 1996 auch der Bereich Mobilkommunikation, der mit Jahresende insgesamt 687.160 Teilnehmer aufwies. Am beeindruckendsten war der Kundenzuspruch im A1-Netz, wo binnen Jahresfrist 202.000 Neukunden ans Netz gingen.

Im Kalenderjahr 1996 wurde mit über 2,4 Mrd. Briefen, Postkarten und Massensendungen eine Volumenssteigerung gegenüber dem Vorjahr um ca. 1% erzielt. Bei Paketen (51,3 Mio.) und Zeitungen (692,0 Mio.) konnte das hohe Beförderungsvolumen annähernd gehalten werden.

Im Bereich Postauto konnte die Anzahl der Fahrgäste mit 145,5 Mio. nun bereits das fünfte Jahr in Serie gesteigert werden; die Jahreskilometerleistung hat sich mit 83,3 Mio. km gegenüber der Vorperiode ebenfalls leicht erhöht.

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