Kein Grund zur Entwarnung

Teufelsbauer: Konjunkturlüfterl durch besonnene Lohnpolitik am Leben erhalten

Wien (PWK) - Die heute vom Wirtschaftsforschungsinstitut veröffentlichte neue Konjunkturprognose bietet für die Wirtschaftskammer keinen Anlaß zur Beruhigung. Gleichzeitig mit der geringfügigen Revidierung des realen Wirtschaftswachstums auf 1,6 Prozent (+ 0,2) für 1997 und 2,5 Prozent (+0,3) für 1998 darf nicht übersehen werden, daß unter Berücksichtigung der rückläufigen Preisentwicklung die nominellen Wachstumsraten sogar nach unten korrigiert wurden. Dies bedeutet, so Dr. Werner Teufelsbauer, Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich, daß der Spielraum für Lohnerhöhungen geringer geworden ist. ****

Besondere Sorgen bereitet das nach wie vor rasant steigende Leistungsbilanzdefizit. Die prognostizierten 54,8 Mrd. liegen knapp 30 Prozent über dem Vorjahresergebnis und ein Absinken wird auch für 1998 nicht erwartet. Neben der negativen Tourismusentwicklung werden dafür steigende Importpreise aufgrund der Aufwertung des Dollars und der Währung anderer Handelspartner verantwortlich gemacht, die die positive Entwicklung der Exporte kompensieren. Diese sensible Situation auf den Auslandsmärkten in Verbindung mit einer nach wie vor angespannten Lage am Arbeitsmarkt, die Arbeitslosenquote wird mit 4,4 Prozent konstant bleiben, beschränken den Spielraum für weitere Kostenbelastungen.

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