Protestwelle gegen Bio-Medizin-Konvention: schon 10.000 Unterschriften

Wien (OTS) - Mehr als 10.000 Menschen aus ganz Österreich haben bereits durch ihre Unterschrift ihren Protest gegen die Bio-Medizin-Konvention des Europarates ausgedrückt. Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation ÖAR, Dachorganisation der Behindertenverbände, initiierte diese Unterschriftenaktion mit dem Ziel, die Ratifizierung der
Konvention durch die österreichische Regierung zu verhindern. 84 Organisationen haben sich schon der äPlattform gegen die Bio-Medizin-Konvention" angeschlossen.****

In dieser Konvention - vom Ministerkomitee des Europarates am
19. November 1996 beschlossen - sind Bestimmungen enthalten, durch die äeinwilligungsunfähige" Personen schwer diskriminiert werden. Rein nach den Buchstaben dieser Konvention ist kein einziger
Mensch davor sicher, als lebendes Versuchsobjekt für medizinische Forschung verwendet zu werden. Zulässig ist Forschung an äeinwilligungsunfähigen" Personen sogar dann, wenn sie Risken für die betroffene Person birgt.

Österreichweit wird die Protestbewegung gegen die Ratifizierung dieser Konvention immer stärker. Täglich treffen Unterschriftenlisten im Büro der ÖAR ein. Zur Plattform zählen nicht nur Behindertenorganisationen wie die Lebenshilfe, der Zivil-Invalidenverband oder pro mente, auch Organisationen der katholischen, evangelischen und jüdischen Religionsgemeinschaften unterstützen die Zielsetzung.

In ganz Österreich laufen nun Aktionen an, um die Bevölkerung über den Inhalt der Bio-Medizin-Konvention und ihrer möglichen Folgen aufzuklären. Als Beispiel sei ein Stand des Zivil-Invalidenverbandes Vorarlberg auf der Dornbirner Messe (Halle 14) genannt, wo die Bevölkerung noch bis Sonntag die Möglichkeit hat, sich zu informieren und die Protestlisten zu unterschreiben.

Rückfragen: ÖAR
Birgit Primig-Eisner
01/513 15 33

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