Verbund: Jahresabschluß 1996 nach IAS

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Ad-Hoc Mitteilung von: Verbund

Wien, am 2. September
1997

Verbund: Konzern-Abschluß 1996 nach IAS

VERBUND erstes börsenotiertes Unternehmen mit geprüftem IAS-Abschluß
IAS-Abschluß zeigt für 1996 deutlich besseres Ergebnis

Der Abschluß des Geschäftsjahres 1996 nach IAS bringt im
Vergleich zum HGB-Abschluß eine deutliche Steigerung des EGT um 1.014 Mio.ATS auf 2.538 Mio.ATS. Der Jahresüberschuß nach IAS erhöht sich um 492 Mio.ATS auf 1.792 Mio.ATS.

Im Sinne der verstärkten Investor Relations-Aktivitäten legt
der VERBUND als erstes börsenotiertes Unternehmen in Österreich einen geprüften Jahresabschluß nach IAS (Interna-tional
Accounting Standards) vor. Die Prüfung des Konzernabschlusses erfolgte durch IAS-Experten der KPMG.

Die erstmalige Erstellung des IAS-Abschlusses erfolgte durch Ableitung der IAS-Eröffnungs-bilanz zum 31.12.1995 aus dem HGB-Abschluß des VERBUND unter Anwendung der IAS-Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätze. Die aus der Umstellung resultierenden Veränderungen wurden im Eigenkapital erfaßt.

Für die Darstellung des Geschäftsjahres 1996 wurde die
Bewertung nach IAS fortgeführt und der VERBUND-IAS-Konzernabschluß zum 31.12.1996 aufgestellt.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen IAS- und HGB-Bilanz:

Höhere Restbuchwerte im Anlagevermögen

Die Bewertung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibungen. Die Normalabschreibungen orientieren
sich an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagegegenstände. Anläßlich der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses nach den Grundsätzen der IAS erfolgte eine Neufestlegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern gegenüber den nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen ausgerichteten
Werten. Aufgrund des längeren Abschreibungszeitraumes ergeben
sich um 4.998,2 Mio.ATS höhere Restbuchwerte. Die planmäßige Abschreibung verringert sich um 316,3 Mio.ATS.

Sozialkapitalrückstellungen: Personalaufwand um 252 Mio.ATS verringert
Die Pensions- und Abfertigungsrückstellungen wurden gemäß IAS
19 (Retirement Benefit Costs) nach der Projected Unit-Credit-Methode ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflußgrößen
bewertet. Die unter dynamischen Gesichtspunkten nach Eintritt
des jeweiligen Versorgungsfalls zu erwartenden
Versorgungsleistungen werden über die Beschäftigungszeit der Mitarbeiter bis zum jeweiligen Versorgungsfall verteilt.

In der Eröffnungsbilanz wurden die vorgenommene Umstellung zu Lasten des Eigenkapitals verrechnet. Aufgrund der höheren Sozialkapitalrückstellungen zum 1.1.1996 vermindert sich die Zuführung zum Sozialkapital - und damit der Personalaufwand -
um 252,3 Mio.ATS.

Finanzergebnis durch Fremdwährungsbewertung verbessert Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und Finanzverbindlichkeiten wurden ebenso wie im HGB zum Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Die Legung
stiller Reserven für den Fall, daß der Stichtagskurs unter dem Anschaffungskurs liegt, ist laut IAS nicht möglich. Im Finanzergebnis wirkt sich die erfolgswirksame Veränderung der Bewertung vom 31.12.1995 zum 31.12.1996 mit per Saldo 340,3
Mio.ATS Kursgewinnen zusätzlich zu den gemäß HGB vereinnahmten Kursgewinnen aus.

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