Sicherheit bei Großveranstaltungen Wer rettet die Backstreet Boys?

Wien (OTS) - Neben dem Rettungs- und Krankentransport-Dienst ist
die Betreuung von Großveranstaltungen eine der wesentlichen Aufgaben des Wiener Roten Kreuzes. Beim Auftritt der Backstreet Boys auf der Wiener Donauinsel am 8. September 1997 gilt es für das Wiener Rote Kreuz nicht nur, die erwarteten 30.- 40.000 Besucher vor, während und nach dem Konzert zu koordinieren, sondern auch bei unvorhergesehenen Zwischenfällen rasch zu reagieren und im Notfall einen schnellen Krankentransport zu organisieren. Eines freilich schafft auch das beste Rettungsteam nicht: Die Backstreet Boys vor ihren Verehrerinnen zu retten!

"Überhitzung, Kreislaufprobleme und - vor allem bei den Zuschauerinnen - Hysterie sind die häufigsten Probleme, die während einer solchen Veranstaltung auftreten. Manchmal steht die Rettungsmannschaft aber auch unvorhergesehenen Naturgewalten gegenüber", erzählt Dr. Konrad Weiss vom Ambulanzreferat des Wiener Roten Kreuzes. Wie etwa im Vorjahr, als beim Großkonzert der Popgruppe "Kelly-Family" mit 30.000 Besuchern nach einem plötzlichen Temperatursturz, Regen und Hagel rund 900 frierende Jugendliche versorgt werden mußten.

"Die Kinder und Jugendliche übernachten teilweise bereits am Tag vor dem Konzert vor der Bühne, um einen möglichst guten Konzertplatz zu ergattern", hat Dr. Weiss beobachtet. Mit einer möglichen Wetteränderung wird da ebensowenig gerechnet, wie an die ausreichende Versorgung mit Medika-menten gedacht. Denn: "Mehr Jugendliche, als man denken möchte, müssen regelmäßig Medikamente einnehmen und vergessen dann in der Vorfreude und Aufregung darauf. Auch dadurch kann es zu Notfällen kommen", hat Dr. Weiss erlebt.

Beim Auftritt der Backstreet Boys werden 70 Mitarbeiter des Rettungsdienstes innerhalb und 20 außerhalb des Geländes bereitstehen. Auch die Konzertbesucher selbst können einiges für ihre Sicherheit tun: Neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol!) sollte die Wettervorhersage für den Konzerttag beachtet werden. Kinder und Jugendliche unterschätzen oft ihr eigenes Risiko. Es ist daher auch die Aufgabe der Eltern, auf die geeignete Kleidung ihrer Kinder, wie zum Beispiel auf Regenschutz oder das richtige Schuhwerk, zu achten. Freilich: "Regenschirme sind bei Konzerten ebenso wie Glasflaschen oder scharfe Gegenstände aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt."

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