Mit Schulbeginn häufen sich auch die "Hoppalas":

Mehr als 60.000 Unfälle pro Jahr in Turnsälen und

Wien (OTS) - Klassenzimmern =

Mehr als 60.000 Schülerunfälle sollten Grund genug
sein, dem Thema "Prävention" im Unterricht entsprechende Beachtung zu schenken", appellierte heute, Dienstag, 2. September 1997, der Generaldirektor der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA), Wilhelm Thiel, an Erziehungsberechtigte und Pädagogen.

Mehr als 61 Prozent der an die AUVA gemeldeten Schüler- und Studentenunfälle ereigneten sich in Turnsälen oder auf Sportplätzen, rund 32 Prozent während des Unterrichts, bei Lehrveranstaltungen und in den Pausen und nur etwa sieben Prozent auf dem Schulweg.

Im Rahmen der Sozialversicherung sind alle 1,2 Millionen Schüler und Studenten bei der AUVA unfallversichert. Im Unglücksfall kommt die AUVA für Heilungs- und Rehabilitationskosten und für Renten auf. Dieser "automatische" Versicherungsschutz erstreckt sich auf Unterricht, Schulveranstaltungen und den Schulweg. Die Finanzierung erfolgt aus dem Familienlastenausgleichsfonds und aus Arbeitgeberbeiträgen.

"Wir setzen aber lieber auf Unfallverhütung statt auf die Reparatur von Unfällen", erklärte AUVA-Generaldirektor Thiel in einer Aussendung. Dazu gehöre, so Thiel, die intensive Beratungstätigkeit der Sicherheitsexperten in den Schulen, aber auch die Erstellung von Sicherheitspaketen, die von Maßnahmen gegen "Sturz und Fall" bis zum Aggressionsabbau im Klassenzimmer und Verkehrssicherheitsreaktionen reichen. "Alle - egal ob Elternvertreter, Schuldirektion oder die betroffenen Jugendlichen selbst - sind herzlich eingeladen, diese Programme zu nutzen und für ein möglichst unfallfreies Schuljahr zu sorgen", erklärte Thiel.

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