Wiener Patientenanwalt überprüft Behauptungen über Zwangssterilisierungen

Wien (OTS) - Der Wiener Patientenanwalt Prof.Dr. Viktor Pickl wird die Behauptungen über erfolgte Zwangssterilisierungen überprüfen und hat daher den Geschäftsführer des Vereins für Sachwalterschaft ersucht, zu seiner in den Medien wiedergegebenenen Behauptung, daß "geistig behinderte und psychische kranke Menschen ohne Aufklärung und Zustimmung bzw. ohne Zustimmung durch den Sachwalter und ohne Genehmigung durch das Gericht zwangssterilisiert würden und Sachwalter immer wieder mit Fällen von Zwangssterilisierung konfrontiert seien", konkrete Angaben zu machen, um eine Überprüfung vornehmen zu können.

Pickl meint, daß Sachwalter und Gerichte ihre Verpflichtung zur Wahrung der Rechte ihrer Schutzbefohlenen ernst nehmen und ihre Zustimmung zur Sterilisation rechtlich besser absichern sollen. Bei der Wiener Patientenanwaltschaft sei bisher kein Fall einer Sterilisation, die ohne Zustimmung vorgenommen worden sei, bekannt. Sie wäre auch strafbar. Einer ungerechtfertigten Verunsicherung der Patienten müsse entgegentreten werden.

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Wiener Patientenanwaltschaft
Prof. Dr. Viktor Pickl
Tel.: 587 12 04

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