Höchtl: Schwerpunkt muß weiterhin auf Prävention liegen

Niederösterreich, 30.8.97 (NÖI) "Obwohl mit der Nichtanerkennung der Zeugen Jehovas als Religionsgemeinschaft ein wichtiger Schritt in der Sektenbekämpfung gesetzt wurde, muß auch weiterhin besonderer Wert auf die Prävention gelegt werden und durch gezielte Information, insbesondere an Schulen, Sektenaufklärung betrieben werden", sagte ÖVP-Bildungssprecher NAbg. Josef Höchtl. Die Aufgabe der Schule ist es - so Höchtl -Kinder und Jugendliche zu selbstbewußten und kritischen Menschen
zu erziehen, um so das Gefährdungspotential, welches von Sekten
und anderen destruktiven Gruppierungen ausgeht, möglichst einzudämmen.****

Höchtl begrüßt es daher sehr, daß seitens des Unterrichtsministeriums Maßnahmen gesetzt werden, wie das Projekt "Gemeinschaft kann gefährlich sein", welches zum Ziel hat, das kritische Bewußtsein der Schüler zu stärken. "Neben der überaus wichtigen Prävention darf man jedoch nicht auf jene Personen vergessen, die bereits in die Abhängigkeit einer Sekte geraten
sind sowie deren Verwandten und Angehörigen. Diesen Menschen
sollte dahingehend Hilfestellung geboten werden, daß sie im
Rahmen einer Telefonaktion die Möglichkeit haben, mit besonders geschulten Personen sprechen zu können, um Strategien und Wege zu finden, den Ausstieg aus der Sekte vorzubereiten und zu ermöglichen. Vielfach besteht bei den Opfern sehr große Angst vor einer weiteren Verfolgung durch die Sekte", schloß Höchtl.

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