Maderthaner auf Wirtschaftsbesuch in Belgrad und Skopje

Österreichs Außenhandel mit Jugoslawien und Mazedonien beginnt wieder anzulaufen

Wien (PWK) - Vom 1. bis 4. September 1997 wird Wirtschaftskammer-Präsident Leopold Maderthaner die Bundesrepublik Jugoslawien und Mazedonien besuchen. In Gesprächen mit hochrangigen Regierungs- und Kammervertretern sollen Weichen für den verstärkten Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu Österreich gestellt werden. Im ersten Quartal 1997 erreichten Österreichs Exporte sowohl nach Jugoslawien als auch nach Mazedonien erfreuliche Zuwachsraten. "Betrugen die heimischen Ausfuhren in die Bundesrepublik Jugoslawien in den ersten drei Monaten 1996 218 Mio Schilling, konnten sie heuer um 91 Prozent auf 417 Millionen Schilling gesteigert werden" berichtet Franz Erhart, Österreichs Handelsdelegierter in Belgrad. ****

Die Suspension der Wirtschaftssanktionen im November 1995 kurbelte die Handelsbeziehungen zu Jugoslawien bereits 1996 wieder kräftig an. Österreichs Exporte in die BR Jugoslawien betrugen 1996 1,5 Mrd. Schilling während sie 1995 noch bei 291 Mio. Schilling lagen. Die Importe - vorwiegend Obst, Gemüse und Bekleidung - legten von 1995 auf 1996 von 5,5 Mio auf 221 Mio Schilling zu. Die wichtigsten österreichischen Ausfuhren stellen Maschinen und Fahrzeuge dar, gefolgt von chemischen Erzeugnissen, bearbeiteten Waren wie Eisen, Stahl und Kautschuk sowie Lebensmitteln. Um den österreichischen Waren und Dienstleistungen bei der allmählichen Marktöffnung Jugoslawiens von Anfang an gute Chancen einzuräumen, sind frühe Bemühungen zum Aufbau der Wirtschaftsbeziehungen unerläßlich.

Das gleiche gilt für Mazedonien, wohin sich die österreichischen Ausfuhren 1996 noch rückläufig zeigten. Von Jänner bis März des heurigen Jahres konnte hingegen wieder eine Steigerung um 18,9 Prozent erzielt werden. Als wichtigste Warengruppen sind dabei Maschinen, Fleischwaren und chemische Erzeugnisse zu nennen. Importseitig gelangen vor allem Bekleidungszubehör, Metalle und Textilien aus Mazedonien nach Österreich.

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Dr. Bruno Breinschmid

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