Friedr. Krupp AG Hoesch-Krupp: DER KRUPP-KONZERN IM 1. HALBJAHR 1997 / GEWINN-PLUS VON 10 % AUF 204 MIO DM / AUFTRAGSEINGANG UND UMSATZ DEUTLICH GESTIEGEN

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Auftragseingang mit + 10 % und Umsatz
mit + 11 % Wachstum

Für die fünf Sparten des Krupp-Konzerns - Industries, Anlagen-bau, Automotive, Nirosta, Trading - und die weiteren Konzern-unternehmen ergab sich insgesamt, d.h. ohne die Qualitätsstahl-Flach-Aktivitäten, ein Anstieg beim Auftragseingang in Höhe von 10 % und beim Umsatz in Höhe von 11 %. Unter Einbeziehung der Qualitätsstahl-Flach-Aktivitäten mit den Daten für die ersten drei Monate des Berichtszeitraums und für das erste Halbjahr des Vorjahrs ergibt sich eine Erhöhung des Außenauftragsein- gangs um 4% und des Außenumsatzes um 6 %.

Zu dieser erfreulichen Entwicklung trugen alle Sparten des Konzerns mit Ausnahme des verzögerten Auftragszulaufs im Anla- genbau bei. Das Wachstum des Krupp-Konzerns ist nahezu aus- schließlich auf die bessere Auslandsnachfrage zurückzuführen.

Es zeichnet sich ab, daß trotz des Wegfalls des Geschäftsvo-lumens aus den Qualitätsstahl-Flach-Aktivitäten der Auftrags- eingang und der Umsatz des Konzerns im laufenden Geschäftsjahr in etwa wieder das Niveau des Vorjahrs erreichen werden. Dies unterstreicht die innere Stärke, die der Konzern jetzt gefunden hat.

Zusammenführung der Qualitätsstahl-Flach-Aktivitäten mit Thyssen

Nachdem die kartellrechtlichen Genehmigungen erteilt waren, konnten die erforderlichen vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Thyssen Stahl AG (TS) und der Krupp Hoesch Stahl AG (KHS) in den letzten Tagen unterzeichnet werden.

- Im Rahmen einer Unternehmenswertermittlung wurde ein Betei-ligungsverhältnis von 60 % für TS und von 40 % für KHS ermittelt.

- Die Einbringung zu Buchwerten hat zur Folge, daß KHS in einem Umfang, der über die Beteiligungsquote hinausgeht, zins- pflichtige Passiva in die TKS einbringen kann und insoweit auf Dauer überproportional von Finanzschulden zu Lasten der gemein- samen Gesellschaft befreit wird. Zum Ausgleich dieses Vorteils in Höhe von knapp 600 Mio DM, der im wesentlichen auf histo- risch gewachsene Bilanzierungsunterschiede im Anlagevermögen zurückgeht, ist eine Zahlung von KHS an TS vereinbart worden, die sich unter Berücksichtigung der Beteiligungsquote von 60 % sowie von gegenläufigen Effekten auf rund 257 Mio DM beläuft. Über die Einbringung von Finanzschulden in Höhe von ca. 400 Mio DM hinaus hat KHS aufgrund der Vereinbarungen gegen TKS eine mit 6 % p.a. verzinsliche Forderung in Höhe von annähernd 1 Mrd DM erhalten.

- KHS und TS haben vereinbart, daß die entstehenden Restruk-turierungsaufwendungen in voller Höhe durch Synergievorteile abgedeckt werden. Zur Umsetzung dieser Vereinbarung ist fol- gender Mechanismus vorgesehen: KHS übernimmt die zur Realisierung des vorgesehenen indu- striellen Konzepts am Standort Dortmund notwendigen Restruk- turierungsaufwendungen (insbesondere Sozialplanzahlungen und Teilwertabschreibungen) und erhält zum Ausgleich einen An- spruch auf einen Gewinnvorab, der jährlich durch die der Höhe nach bereits fest vereinbarten Synergieeffekte repräsentiert wird. Dieser Anspruch besteht, bis die ebenfalls in ihrer Höhe definierten Restrukturierungsaufwendungen abgedeckt sind. Diese werden im Konzernabschluß zum 31.12.1997 erfaßt und belasten zeitanteilig das Ergebnis des laufenden Jahres.

- Für diese Übergangsphase von voraussichtlich ca. vier Jahren ist bezüglich der Verteilung des Jahresergebnisses nach Abzug des Gewinnvorabs ein Abstand von 300 Mio DM p.a. zu Gunsten von TS vorgesehen, mit dem während der Übergangsphase der Ergebnisdifferenz in der Vergangenheit Rechnung getragen wird. Nach diesem Zeitraum werden die Ergebnisse einschließlich aller dann erwirtschafteten Synergien nach Beteiligungsquoten ausgeschüttet.

Die getroffenen Vereinbarungen wirken sich wie folgt auf das Konzernergebnis aus: In der Übergangsphase entsteht eine Bela- stung aus der linearen Verteilung der Restrukturierungsaufwen- dungen über 5 Jahre, der die Vereinnahmung der fest vereinbar- ten Synergieerträge gegenübersteht. Rechnerisch führt dies für 1997 und 1998 zu einer Unterdeckung, für 1997 von etwa 150 Mio DM (davon im Halbjahresergebnis bereits 60 Mio DM erfaßt)und für 1998, in dem Synergien von 150 Mio DM festgeschrieben sind, von ca. 70 Mio DM. In den Folgejahren übersteigen jeweils die Synergien die Abschreibungsrate.

TEIL II folgt

Ende der Mitteilung

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