AK: Benzinpreissenkung erfreulich, aber nur erster Schritt

Preise noch lange nicht auf europäischem Niveau

Wien (AK) - Als "erfreulich für die Konsumenten" bezeichnete
die AK die für heute Mitternacht angekündigte
Benzinpreissenkung. Offensichtlich habe der anhaltende Druck auf
die Mineralölfirmen gewirkt, erklärt die AK. Allerdings sei der Benzinpreis damit noch lange nicht auf europäischem Niveau: bei
den Nettopreisen sei Österreich nach wie vor Teuerster. Die Reduktion der Benzinpreise auf den Europa-Standard solle das
Thema auf dem von der AK weiterhin geforderten Benzinpreisgipfel sein. ****

Die für heute nacht angekündigte Preissenkung sei insofern erfreulich, als die Mineralölfirmen bisher nur bei den Preissteigerungen, nicht aber bei der Weitergabe von
Preisvorteilen schnell reagiert hätten. Nunmehr habe die OMV und
BP (die AK erwartet ein Nachziehen der anderen Anbieter) schon innerhalb zweier Tage auf die Rechnung der AK reagiert, daß
allein aus der 1993 zugestandenen Preiserhöhung zur Finanzierung der Gaspendelleitungen die Benzinfirmen zusätzliche Einnahmen in Milliardenhöhe lukriert hätten.

Die Entgegnung des Fachverbandes und der Mineralölfirma BP, die damalige Erhöhung um 20 Groschen (ob mit oder ohne
Mehrwertsteuer ist das jedenfalls der Betrag, der die
Konsumenten trifft) habe neben den Gaspendelleitungen noch
andere Investitionen abgelten sollen, bezeichnet die AK als
kurios: Wofür auch immer die Firmen das Körberlgeld verwendet hätten, bei freier Preisbildung - also seit der Sistierung des Schüssel-Übereinkommens - müßte klarerweise auch auf damals zugestandene Preiserhöhungen verzichtet werden.

Allerdings ist laut AK die angekündigte Preissenkung nicht ausreichend. Österreich liege bei den Nettopreisen nach wie vor
an letzter Stelle in Europa. Verhandlungen darüber sollen auf
dem von der AK verlangten Benzingipfel geführt werden.

(Schluß)

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