Strasser: Verkehrsminister sollte endlich Argumente der VP-NÖ gegen SBT akzeptieren

Unfinanzierbaren Bahntunnel stoppen - Nahverkehr ausbauen

Niederösterreich, 28.8.1997 (NÖI) "Jetzt verliert offensichtlich auch Verkehrsminister Einem den Glauben an den Semmeringeisenbahntunnel. Wen wundert es, daß die Befürworter-Front weiter abbröckelt. Dieser Tunnel ist nach wie vor verkehrspolitisch unnotwendig, ökologisch gefährlich und überdies unfinanzierbar. Vor allem die völlig ungeklärte Frage der Finanzierung sollte Einem zu denken geben. Ich erinnere daran,
daß am Anfang des Projektes von 7 Milliarden Schilling und keinen Kosten für die öffentliche Hand die Rede war, mittlerweile halten wir bei 15 bis 20 Milliarden, die noch dazu, wie jetzt scheibchenweise bekannt gegeben wurde, vom Steuerzahler zu
bezahlen wären", so LAbg. Dr. Ernst Strasser.****

"Für die Volkspartei Niederösterreich ist es politisch fahrlässig, ein derart teueres und unnötiges Projekt zu Kosten
der Steuerzahler durchzupeitschen. In der derzeit knappen Budgetsituation sollten die Milliarden, die für den Tunnel veranschlagt sind, für den Ausbau des Nahverkehrs verwendet
werden. Davon profitieren 200.000 Pendler in der Ostregion. "Minister Einem kann jetzt Haltung zeigen, indem er die stichhaltigen Argumente der Volkspartei Niederösterreich endlich akzeptiert und das Projekt wie seine niederösterreichischen SP-Genossen nicht mehr durch die Partei- und Gewerkschaftsbrille sieht", schloß Strasser.

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