Scientology: ÖVP-Beschluß sehr wohl menschenrechtsverletzend

Scientology alarmiert Menschenrechts-Kommission der Vereinten Nationen

Wien (OTS) - Die Scientology Kirche bezeichnete heute den Beschluß der ÖVP, nachdem Menschen aufgrund ihres Religionsbekenntnisses aus der ÖVP ausgeschlossen werden, als "Verletzung der Menschenrechte nach deutschem Vorbild".

"Vor wenigen Wochen noch hatte das amerikanische Außenministerium in seinem Bericht über Religionsfreiheit in aller Welt prophezeit, daß die Kampagne von Bartenstein gegenüber Neuen Religiösen Bewegungen die Diskriminierung bestimmter religiöser Gruppen zur Folge haben kann. Der Beschluß der ÖVP demonstriert diese Voraussetzung eindrucksvoll", sagte Scientology-Sprecher Andreas Böck.

Wenn ÖVP-Spitzenpolitiker behaupten, daß es sich eine "christliche" Partei nicht leisten kann, Mitglieder von anderen Gemeinschaften in ihren Reihen zu haben und es dabei "um's Wohl" und die "Glaubwürdigkeit" der Partei geht, dann ist dies mehr sektiererisch als alle von der ÖVP angegriffenen Gemeinschaften zusammen.

Die Kirche rechnet damit, daß die ÖVP ihre Schmutzkampagne gegen Scientology und andere Gemeinschaften jetzt verstärken wird und auch andere Parteien aufstachelt, ähnliche Beschlüsse zu verabschieden, denn sonst wäre sie die einzige Partei Österreichs, die die Inquisition im 20. Jahrhundert zu neuem Leben erweckt. Denn in keiner anderen Partei werden so lächerliche Titel wie "Sektensprecher" (Werner Amon) verliehen.

Die Kirche hatte in den letzten Tagen Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierung gegenüber Scientologen dokumentiert und wird dies in den nächsten Tagen zusammen mit dem Beschluß der ÖVP und den Aussagen verschiedener ÖVP-Politiker an die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen übermitteln. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie Mitglieder unserer Kirche diskriminiert werden", so Böck.

Bereits im November 1996 hatte die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen ernste Besorgnis über den Beschluß der CDU ausgedrückt.

"Nicht die, die mit dem Rücken zur Wand stehen, sind gefährlich, sondern die, die sie unter Beschuß nehmen", schloß Böck.

Rückfragen & Kontakt:

Scientology Kirche Österreich
Andreas Böck,
Tel.: 522 36 18 oder 0676/314 84 70

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS