WKÖ: Road-Pricing für LKW bleibt ein Nullsummenspiel

Navratil-Wagner: "Mit 'Nullschillingen' können keine Löcher auf den Autobahnen gestopft werden"

Wien (PWK) - "Das Road-Pricing für LKW und Omnibusse ist und
bleibt ein Nullsummenspiel, auch wenn es manche Gewerkschafter immer noch nicht einsehen wollen", kritisiert Viktor Navratil-Wagner, Syndikus der Bundessektion Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich den Vorsitzenden der Gewerkschaft Bau-Holz, Johann Driemer, der sich heute in einer Aussendung für eine fahrleistungsbezogene LKW-Maut aussprach. ****

Nach Expertenstudien würde ein solches Road-Pricing bei Nettoinvestitionen von 3,1 Mrd Schilling jährlich Gesamtkosten in der Höhe von 1,1 Mrd Schilling verursachen. Den geschätzten Nettoeinahmen von 3,5 Mrd Schilling stehen der Entfall von Einnahmen aus der Straßenbenützungsabgabe (jährlich 0,9 Mrd S.), den Vignetten für Omnibussen und LKW über 3,5t (jährlich 0,5 Mrd S.) und der angekündigten Senkung der Kfz-Steuer auf das EU-Mindestniveau (1 Mrd S) gegenüber. "Unterm Strich kommt also eine satte Null heraus. Mit diesen 'Nullschillingen" kann man aber keine Löcher auf den Autobahnen stopfen", so Navratil-Wagner.

Was mögliche Verlagerungen des LKW-Verkehrs auf die Schiene betrifft, so geht aus den bisherigen Beratungen der koalitionären Arbeitsgruppe zum Road-Pricing eindeutig hervor, daß eine Verlagerung auf die Schiene nicht stattfinden wird.

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Dr. Viktor Navratil-Wagner
Tel: 50105/DW 3251

WKÖ, Bundessektion Verkehr

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