Österreichische Umwelttechnologie in Ungarn gefragt

Studie des Regional Environmental Center (REC) stellt Österreichs Firmen ein gutes Zeugnis aus

Wien (PWK) - Österreichische Umwelttechnologie ist in Ungarn gefragt wie noch nie. Zu diesem Ergebnis kommt eine in der Publikation "Umweltschutz der Wirtschaft" der Umweltpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich veröffentlichte Studie des Regional Environmental Center (REC) über die Nachfrage von Umwelttechnologie und Umweltanbietern aus Österreich durch ungarische Unternehmen. Das REC ist ein internationales Zentrum für Umwelt-Know-How in den Reformstaaten, an dem auch Österreich finanziell und personell beteiligt ist. ****

Speziell im Abfallsektor erhalten österreichische Produkte ausgezeichnete Referenzen. Ebenfalls eine gute bis ausgezeichnete Bewertung erhalten Technologien für Abwasserbehandlung, sowie Produkte in den Marktsegmenten Luft und Energie. Neben der guten Produktqualität und guten Serviceleistungen zählen die geographische Nähe und das kulturelle Verständnis zu den wesentlichen Vorteilen österreichischer Anbieter am ungarischen Markt.

Als maßgebliche Kaufkriterien gelten Produktinformationen, Referenzen und ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. Die Möglichkeit, Produkte auf Kredit zu kaufen, wird ebenfalls sehr begrüßt. Als wesentlicher Schwachpunkt werden die mangelnde Betreuung nach Kauf und Umsetzung von Projekten genannt. Zwei Drittel der Befragten sehen die hohen Preise als weiteren Nachteil ausländischer Produktanbieter.

1995 hat Ungarn rund 4,2 Milliarden Schilling (1,1 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes) für Umweltprojekte ausgegeben. Allein die Investitionen für Abwasserbehandlung und Gewässerschutz beliefen sich auf 2,3 Milliarden Schilling, gefolgt von Luftreinhaltemaßnahmen (0,7 Milliarden) und Abfallbehandlung (0,5 Milliarden Schilling). In den nächsten drei bis fünf Jahren wird sich die nationale Umweltgesetzgebung an die Umweltstandards der EU angleichen.

Veränderungen sind bei der Finanzierung von Umweltschutzmaßnahmen zu erwarten. Zur Zeit werden drei Viertel der Umweltinvestitionen vom Staat und nur neun Prozent von der Wirtschaft selbst getragen. In Zukunft soll sich der staatliche Anteil auf 55 Prozent verringern, während die privaten Ausgaben 40 Prozent erreichen sollen.

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Mag. Axel Steinsberg
Tel. 501 05 DW 4750

Abteilung für Umweltpolitik

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