Verkehrssicherheit: Ungarn überholt Österreich In Ungarn werden KfV-Vorschläge Gesetz

Wien (OTS) - Mit 1. September tritt in Ungarn das Telefonierverbot für Autolenker in Kraft. Damit hat Ungarn eine jahrelange Forderung des Kuratorium für Verkehrssicherheit noch vor Österreich umgesetzt. Experten des KfV meinen dazu: "Dazu hat wesentlich unsere enge Kooperation mit Ungarn beigetragen. Leider ist man in Österreich immer noch nicht so weit!" Das, obwohl in Studien längst nachgewiesen ist, daß das Telefonieren am Steuer auf Grund starker Ablenkung ein nicht zu unterschätzendes Unfallrisiko birgt.

"Die in Ungarn geplanten strengeren Gesetze zur Hebung der Verkehrssicherheit können wir uns in Österreich nur wünschen. Sie entsprechen vielen unserer grundlegenden Forderungen," meinte das KfV heute. So will Ungarn den Punkteführerschein für Autolenker einführen. Fahrer mit einer bestimmten Anzahl von Maluspunkten sollen den Führerschein abgeben müssen. Das Fahren unter dem Einfluß von Drogen soll künftig als Verbrechen gelten. Eine weitere Forderung des KfV, das gesetzlich vorgeschriebene Fahren mit Licht am Tag, ist in Ungarn bereits seit geraumer Zeit umgesetzt, wie übrigens auch in Schweden oder Dänemark.

Darüber hinaus soll die ungarische Verkehrspolizei personell um 13 Prozent verstärkt und technisch besser ausgestattet werden. Das KfV dazu: "Während in Österreich noch heuer 1.000 Exekutivbeamte eingespart werden sollen, setzt Ungarn die richtigen Signale. Wir sollten uns das zum Vorbild nehmen!"

Zum Telefonieren am Steuer stellte das KfV noch einmal klar: "Die Verwendung einer Freisprechanlage bringt nur dann einen Sicherheitsgewinn, wenn ausschließlich kurze Gespräche geführt würden. Außerdem darf deren Inhalt die Aufmerksamkeit des Lenkers nicht belasten."

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