WKÖ-Winkler: WWU-Teilnahme Spaniens sehr zu begrüßen

Euro wird Österreichs Position im Welthandel stärken

Wien (PWK) - Die Aussicht, daß Spanien von Anfang an Mitglied der Wirtschafts- und Währungsunion sein wird und daß auch Portugal diesbezüglich gute Chancen hat, ist aus Sicht der österreichischen Wirtschaft sehr zu begrüßen, erklärt Egon Winkler, Direktor für Außenwirtschaft und Europäische Integration der WKÖ, in einer Aussendung. Österreich wickelt mit Spanien ein Handelsvolumen von rund 24 Mrd Schilling ab, mit Portugal rund sieben Mrd.S. Besonders wichtig für Österreich sei die berechtigte Hoffnung Italiens in der ersten Gruppe der WWU-LÄnder dabei zu sein, betont Winkler. Mit Italien - seinem weltweit zweitwichitgsten Handelspartner -effektuiert Österreich ein Handelsvolumen von rund 114 Mrd Schilling. ****

Die Teilnahme an der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion bringt für die kleine, stark exportorientierte österreichische Volkswirtschaft enorme Vorteile, so Winkler. Die WWU wird in ihrem Endstadium (bei Teilnahme aller EU-Mitgliedstaaten) rund 30 Prozent des Welt-Bruttoinlandsproduktes auf sich vereinen. Der Euro werde unzweifelhaft eine Weltwährung sein und als Gegenpol zum US-Dollar auch in Nicht-EU-Ländern Einzug finden.

Österreich ist bei Auslandsgeschäften nur selten in der Lage, eine Fakturierung in Schilling durchzusetzen. Dadurch wird fast jedes Auslandsgeschäft zu einem Fremdwährungsgeschäft mit hohen Transaktionskosten und Wechselkursrisiko, erläutert Winkler. Bei Einführung der europäischen Einheitswährung Euro würden diese Kosten und Risiken innerhalb der EU (wohin 66 Prozent der österreichischen Exporte gehen und woher 73 Prozent der Importe stammen) wegfallen. Das bedeutet für Österreich eine Einsparung von rund 20 Mrd Schilling jährlich für Wechelskosten und von weiteren 20 Mrd jährlich für die Absicherung des Wechselkursrisikos.

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Dr. Peter Schnitt

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