Jil Sander AG: Vorleistungen belasten die Ergebnissituation 1997 bei Jil Sander

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Die Umsätze des JIL SANDER Konzerns sind von Januar bis Juni 1997 um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 90,5 Millionen
Mark gestiegen. Die JIL SANDER Männerkollektion, die seit
Mitte Juni 1997 ausgeliefert wird, ist darin mit einem
Umsatzanteil von 4,6 Millionen Mark enthalten. Im Inland sind
die Umsätze des Konzerns um 4,4 Prozent (Stichtag 30.6.1997) zurückgegangen. Die Umsatzerlöse im Ausland stiegen im
gleichen Zeitraum um 14,2 Prozent. Der Umsatz der
firmeneigenen Geschäfte ist um 13 Prozent gegenüber dem
Vorjahr gestiegen, liegt damit jedoch deutlich unter den mit
den Investitionen verbundenen Erwartungen.

Die Auftragseingänge - ohne die JIL SANDER eigenen Shops - für Herbst/Winter 1997 und Frühjahr/Sommer 1998 sind bisher um 35 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen, wobei erstmals die
Aufträge der Männerkollektion berücksichtigt wurden.

Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ist im ersten Halbjahr
1997 auf 5 Millionen Mark (Vorjahr 10,5 Millionen Mark) zurückgegangen. Die Schwächung der DM gegenüber der Lira sowie erhöhter Kollektionsentwicklungsaufwand beeinflußten die Materialkosten der Damen- und Männerkollektionen negativ.
Einmalige Aufwendungen für den Produktionsanlauf der Männerkollektion sowie zusätzliche Personalkosten belasten das Ergebnis. Aufgrund höherer Serviceanforderungen sind die Aufwendungen für Messen und Presseshows gestiegen. Höhere Abschreibungen, Raum- und Finanzierungskosten haben das
Ergebnis zusätzlich belastet.

Der Ergebnisrückgang resultiert auch aus einem niedrigeren Rohertrag der firmeneigenen Geschäfte in Deutschland. In einem schwierigen Marktumfeld war die Umsatzplanunterschreitung mit
einem höheren Materialaufwand verbunden.

Das Geschäftsjahr 1997 wird weiterhin bestimmt durch die hohe Konzentration von Investitionen und Vorleistungen. Die
zugehörigen Erträge werden erst mit zeitlicher Verzögerung realisiert werden können.

Trotz einer Verbesserung im zweiten Halbjahr 1997 wird das Konzernergebnis vor Ertragsteuern im laufenden Geschäftsjahr deutlich unter Vorjahr liegen.

Im Geschäftsjahr 1998 ist mit einer wesentlichen Ergebnisverbesserung im Konzern zu rechnen. Das 1995
eingeleitete Investitionsprogramm wird abgeschlossen. Das Unternehmen wird sich auf die weitere Internationalisierung
der Distributionsstruktur der Damen- und Männerkollektion
sowie die Optimierung des Lizenzgeschäftes konzentrieren.

Hamburg, 25. August 1997

Ende der Mitteilung

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