KfV begrüsst geplantes Handy-Verbot am Steuer KfV-Studien stellen "Handy-Lenkern" schlechtes Zeugnis aus -GRAFIK

wien (OTS) - Das Kuratorium für Verkehrssicherheit begrüßt nachdrücklich das von Verkehrsminister Caspar Einem geplante gesetzliche Telefonierverbot während der Autofahrt.

Die Gefahren des Handy-Talks am Volant wurden in KfV-Studien ja bereits eindeutig nachgewiesen: Rund drei Viertel der telefonierenden Pkw-Lenker halten nicht vor Zebrastreifen, um Fußgängern vorschriftsgemäß das Überqueren der Straße zu ermöglichen. Und:
Telefonierende Autofahrer schneiden öfter Kurven, überfahren häufiger Sperrlinien, vergessen gern auf den Griff zum Blinker und zeigen u.a. Probleme bei Nachrangsituationen, beim Anfahren an Steigungen, beim Einparken und beim Reversieren.

Ablenkung und Überforderung sind die beiden Hauptfaktoren für die "Ignoranz" gegenüber den schwächsten Verkehrsteilnehmern und die Probleme bei zahlreichen Fahrmanövern. Das Telefonieren am Steuer sollte grundsätzlich nur bei angehaltenem Fahrzeug erlaubt sein. Ausnahme aus dem vom KfV geforderten Telefonierverbot im Auto ist die Verwendung einer Freisprecheinrichtung, wie sie etwa bereits in der Schweiz gesetzlich verankert ist. Generell sollte jedoch die Dauer der Telefonate - auch bei Freisprecheinrichtung - so kurz wie möglich gehalten werden, denn "freie Hände" bedeuten noch lange nicht "freien Kopf": Die Aufmerksamkeit des Lenkers ist - so die KfV-Experten -beim Telefonieren in jedem Falle eingeschränkt.

Die Unfallzahlen der Woche vom 18. bis 24. August 1997: 19 Getötete bei 17 tödlichen Verkehrsunfällen, davon 13 Pkw-Insassen, 4 Motorrad-Lenker, 1 Radfahrer und 1 Fußgänger. Rund 60% der Todesopfer der Vorwoche - 11 von 19 - wurden am Wochenende registriert. Vorläufig wurden heuer - mit Stand 24. August 1997 - bereits 704 Menschen im Straßenverkehr getötet, gegenüber endgültig 671 Verkehrstoten im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

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