Umwelt/Klimaschutz/Bartenstein Bartenstein: Treibhauseffekt nicht bagatellisieren

Maßnahmen besonders auf regionaler Ebene vorantreiben

Wien/Pfunds (OTS) - Umweltminister Dr. Martin Bartenstein
eröffnet heute, Mittwoch, abend, die erste internationale Klimaschutzkonferenz für Kleingemeinden in Pfunds (Tirol), zu der 150 Teilnehmer aus 6 Ländern erwartet werden. Vor Beginn der
Tagung warnte Bartenstein davor, die weltweite Klimaerwärmung zu bagatellisieren. "Die Politik muß sich auf die vorliegenden wissenschaftlichen Fakten stützen und Maßnahmen zur Bekämpfung des Treibhauseffekts setzen. Wir wollen nicht erst dann reagieren,
wenn die Klimakatastrophe tatsächlich eingetreten ist. Dann könnte es schon zu spät sein", sagte Bartenstein.

Ausgelöst wurde die Diskussion über den Klimawandel durch die Diskussion über regionale Phänomene, die zu Klimaschwankungen in verschiedenen Regionen führen. Bei der jüngsten Verhandlungsrunde der UN-Klimakonvention auf Expertenebene hat der wissenschaftliche Vorsitzende des IPCC (International Panel on Climate Change),
Prof. Bert Bolin, betont, daß die Mitglieder dieses höchsten Wissenschaftergremiums an ihrer Einschätzung über den Treibhauseffekt unverändert festhalten.

Deshalb werde die Europäische Union bei der Welt-Klimakonferenz in Kyoto weiter für eine verbindliche Reduktion von CO2-Emissionen eintreten, bekräftigte Bartenstein. "Es liegt an der EU, in der Vorbereitung auf Kyoto ihre bisherige Vorreiterfunktion aufrechtzuerhalten und besonders die USA nach dem enttäuschenden UN-Umweltgipfel im Juni zu konkreten Klimaschutzmaßnahmen zu motivieren." Klimaschutz sei aber sowohl global als auch lokal zu sehen und müsse genauso vom einzelnen und von kleinen regionalen Einheiten getragen werden, betonte der Minister. Die Gemeinden
seien hier die idealen Ansprechpartner.

Mustergemeinden beim Klimaschutz: Villach, Tamsweg, Werfenweng, Hinteres Zillertal

Gemeinsam mit dem Klimabündnis Österreich hat das Umweltministerium nicht nur die Tagung in Pfunds organisiert, sondern auch einen Klimaschutzwettbewerb für österreichische Tourismusgemeinden ausgeschrieben, dessen Ergebnis in Pfunds bekanntgegeben wird. Gefragt waren Projekte und Maßnahmen, die
eine deutliche Verringerung des CO2-Ausstoßes auf Gemeindeebene auslösen.

Die Preisträgergemeinden sind Villach in der Kategorie zwischen 15.000 und 60.000 Einwohnern, Tamsweg (Salzburg) in der Kategorie zwischen 5.000 und 15.000 sowie ex aequo Werfenweng (Salzburg) und die Tourismusregion Hinteres Zillertal (Tirol) in der Kategorie
bis 5.000 Einwohnern. Zum Gesamtsieger wurde von der Jury Tamsweg gekürt.

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