Chancengleichheit für Lehrlinge und Lehrabsolventen verbessert

Begabtenförderung der Wirtschaft für 1997 deutlich erhöht Berufsreifeprüfung hilft ebenso bei "Karriere mit Lehre"

Wien (PWK) - Rund zehn Mio Schilling stehen heuer zur Förderung begabter Lehrlinge und Lehrabsolventen zur Verfügung, rund vier Mio Schilling davon aus Kammermitteln im Rahmen der Begabtenförderung der gewerblichen Wirtschaft und vor allem zusätzliche 5,8 Mio vom Wirtschaftsministerium, das den Betrag vom Vorjahr verdoppelt hat. "Viele sprechen von der Förderung der Lehre, wir tun tatsächlich etwas", fassen Sektionschef Wilhelm Koprivnikar vom Wirtschaftsministerium und Alfred Duschanek, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik und Wissenschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, die gemeinsamen Aktivitäten zusammen. ****

"Die Notwendigkeit der Förderung der Lehrlingsausbildung ist unumstritten. Die Begabtenförderung, eine gemeinsame Aktion des Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftskammer Österreich bietet finanzielle Anreize für überdurchschnittliche Leistungen von Lehrlingen und Lehrabsolventen", erklärte Sektionschef Koprivnikar beim Pressegespräch. "Ziel der Begabtenförderung soll vor allem die Herstellung der Chancengleichheit der Bildungswege sein", so Koprivnikar und "für dieses Ziel stellen wir heuer den doppelten Betrag vom Vorjahr, statt 2,9 Mio 5,8 Mio zur Verfügung". "Die Berufsausbildungsgesetz-Novelle 1997 hat noch zusätzlich einige Verbesserungen zur Attraktivierung der Lehrlingsausbildung gebracht", betonte der Sektionschef und erklärte, daß "unter dem Stichwort Begabtenförderung zu erwähnen ist, daß Lehrlinge bereits ab Beginn des letzten Lehrjahres zur Lehrabschlußprüfung antreten können bzw die Zulassung zur Lehrabschlußprüfung im zweiten Bildungsweg bereits mit 20 statt bisher 21 Jahren erfolgen kann".

Für Studenten und Schüler höherer Schulen gab es immer schon Stipendien für spezifische Weiterbildung, insbesondere für Auslandsaufenthalte. Die große Gruppe der Lehrlinge und Lehrabsolventen, die dem Staat in ihrer Bildungslaufbahn am wenigsten kostet, dafür aber bereits ab dem 15. Lebensjahr zum Bruttonationalprodukt beiträgt, hatte bis 1991 keine solchen Möglichkeiten. "1991 rief die Wirtschaftskammerorganisation deshalb die Begabtenförderung der Wirtschaft ins Leben, die den Besuch der WIFI-Fachakademien durch Stipendien für Lehrabsolventen mit ausgezeichnetem Lehrabschlußprüfungserfolg und die Chance von Auslandsaufenthalten ermöglicht", beschreibt Duschanek die Aktivitäten der Begabtenförderung. "Erfreulicherweise hat das Wirtschaftsministerium voriges Jahr unsere Aktion finanziell mit 2,9 Mio unterstützt und damit eine erweiterte Begabtenförderung auch für Lehrlinge ermöglicht. Mit der Verdoppelung des Betrages auf 5,8 Mio Schilling werden heuer noch mehr Auslandsaufenthalte und dadurch eine Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse möglich werden", so Duschanek.

Mit der Gründung des IFA-Vereines für den internationalen Fachkräfteaustausch durch die Wirtschaft wurde den Betrieben, Lehrlingen und Lehrabsolventen weiters eine Infrastruktur zur Verfügung gestellt, die bei der Absolvierung von Betriebspraktika im Ausland behilflich ist. Dieser IFA-Verein wird ebenso vom Wirtschaftsministerium gefördert. Er hat sich zu einem wichtigen Kooperationspartner für das EU-Programm Leonardo entwickelt, das jungen Berufstätigen und Lehrlingen Stipendien für berufliche Bildungsmaßnahmen in einem EU-Mitgliedsstaat ermöglicht.

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