AK: Wo bleibt die Benzinpreissenkung?

OMV Ergebnis zeigt überhöhtes Preisniveau - Benzinpreisgipfel soll dringend einberufen werden

Wien (AK) - Die Rekordgewinne der OMV beweisen nach
Auffassung der AK erneut, daß die österreichischen Benzinpreise weit überhöht sind. Bereits bei der Teuerungswelle vor zwei
Wochen hat die AK darauf hingewiesen, daß die Mineralölkonzerne sich nicht scheuen, den Konsumenten überteuerte Produkte zu verkaufen, und den Aktionären von Traumgewinnen zu berichten.
Die Traumgewinne zeigten, so die AK, daß weder die hohen Berge
noch das Fehlen eines Seehafens (wie vor einer Woche behauptet), sondern die Tankstellenspannen und Abgabepreise schuld an den überhöhten Benzinpreisen seien. Die AK drängt daher erneut auf die rasche Einberufung eines Benzinpreisgipfels, bei der
zwischen Sozialpartnern, Wirtschaftsminister und
Mineralölkonzernen die stufenweise Senkung der Benzinpreise auf europäisches Niveau durchgesetzt werden soll. ****

Die OMV hat an ihren Tankstellen seit 30. Juli dreimal erhöht
und einmal den Preis gesenkt. Insgesamt sind damit die Preise im August um 50 Groschen pro Liter Benzin, Eurosuper oder Super
plus, 15 Groschen pro Liter Diesel gestiegen. Nach Berechnungen
der AK Experten kostet eine Erhöhung von 10 Groschen die Konsumenten pro Tag rund eine Million Schilling mehr. Die OMV
habe sich in den letzten Wochen ein zusätzliches Körberlgeld auf Kosten der Konsumenten in der Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages geholt, schätzen AK Experten.

In der heutigen Bilanzpressekonferenz erklärte OMV
Generaldirektor Schenz, die Gewinne seien auf die Rohölpreisentwicklung und den Dollarkurs zurückzuführen. Damit gebe er der Kritik der Arbeiterkammer recht, die während des
ersten Halbjahres bereits mehrfach eine Preissenkung gefordert hatte, so die AK. Die günstige Marktentwicklung sei nicht weitergegeben worden, während die ersten Anzeichen kurzfristig steigender Produktenpreise bereits für ungerechtfertigte Erhöhungen genutzt worden wären, kritisiert die AK.

Damit werde nicht nur den Konsumenten eine Belastung
aufgebürdet, sondern auch der Stabilitätskurs gefährdet. Bei allen anderen Abgaben und den Lohnkosten jammere die Wirtschaft über Wettbewerbsnachteile. Wirtschaftsminister Farnleitner solle
so rasch als möglich den geforderten Benzinpreisgipfel
einberufen, fordert die AK. Die Preise in Österreich seien um
rund 50 Groschen über dem europäischen Niveau und müßten endlich darauf hingeführt werden.

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