WKÖ-Vize Haiden: Wirtschaft gegen Euro-Volksbegehren

Wert des Schillings gefährdet

Wien (PWK) - Als absolut nicht notwendig und für die österreichische Wirtschaft sehr bedenklich bezeichnet Wirtschaftskammer Österreich Vizepräsident Ren‚ Alfons Haiden den Vorschlag des FPÖ-Chefs Jörg Haider, ein Volksbegehren über die Einführung des Euro durchzuführen. Die österreichische Bevölkerung hat 1994 mit großer Mehrheit (über 66 Prozent) für den Beitritt zur Europäischen Union gestimmt und sich damit auch für die Wirtschafts-und Währungsunion, d.h. für die Einführung einer europäischen Einheitswährung, ausgesprochen. ****

Durch Nichtteilnahme an der WWU würde Österreich international stark an Glaubwürdigkeit als verläßlicher Handelspartner verlieren, betont Haiden.

Eine Nicht-Teilnahme Österreichs an der WWU würde die enge Bindung des Schillings an die DM gefährden, was zu einer Abwertung der österreichischen Währung führen würde. Die Folge davon wären Kapitalflucht, Ansteigen der Zinsen und letzten Endes auch steigende Arbeitslosigkeit.

Die Teilnahme Österreichs an der WWU bringe hingegen nicht nur den Vorteil der Mitgliedschaft in einem großen stabilen Währungsraum, sondern auch den Wegfall der Kosten für Währungsumtausch und Kurssicherung, was einer Einsparung von bis zu einem Prozent des BIP gleichkommt. Die Investitionen, die durch die Einführung des Euro notwendig werden, könnten damit in bis zwei Jahren wieder eingespart werden, ist Haiden überzeugt.

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Abteilung für Finanzpolitik

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