Gewerbeverein: PTA-Vorstand beweist mangelnden Unternehmergeist

Wien (OTS) - Eine realitätsferne Vorstellung der offensichtlichen Fehlbesetzung als Post-Finanzvorstand, beweist Johannes Ditz. Die Annahme, daß der österreichische Steuerzahler auch noch den Sozialplan der Post&Telekom Austria (Mitarbeiter mit 55 Jahren mit 80 Prozent ihres Letztgehaltes zu karenzieren) finanzieren sollte, zeigt wohl die mangelnde Kompetenz der PTA-Führung.

Herr Ditz sollte Bilanzen lesen: 1996 war etwa die britische Telecom jenes europäische Unternehmen, das mit etwa 50 Mrd. Schilling den zweithöchsten Gewinn machte; weit vor den Pharmamultis, die ja auch nicht schlecht verdienen.

Unbestritten ist, daß die Post rund 6.500 Mitarbeiter abbauen muß.

Unbestritten ist aber auch, daß ein Unternehmen mit diesen Gewinnaussichten in der Zukunft auch Vorleistungen zu treffen hat. Das ist eine der Binsenweisheiten unternehmerischen Handelns.

Der PTA-Vorstand wird zur Kenntnis nehmen müssen, daß er nicht mehr einem planwirtschaftlichen Kommandobetrieb vorsteht, sondern daß von ihm unternehmerische Kompetenz gefordert ist - so der Präsident des Österreichischen Gewerbevereins, Prof. Friedl Bakalowits.

Hat schon bisher der Telekom-Bereich der Post - aufgrund seiner Monopolstellung - bei den Telefongebühren der Österreicher wenig Zurückhaltung beim Abkassieren gezeigt, (im Vergleich zum internationalen Standard) so glauben die hochdotierten Herrn PTA-Vorstände nun, das nunmehrige Risiko an den Steuerzahler abzuwälzen. Die sich aber unweigerlich sogar in Österreich künftig einstellenden Supergewinne werden dann als ihr Verdienst dargestellt.

Ein bißchen mehr Mut, Herr Bundesminister a.D.!

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