Bremer Woll-Kämmerei AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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Sehr geehrte Aktionärin, sehr
geehrter Aktionär,

die BWK-Gruppe hat im ersten Halbjahr 1997 einen Gewinn vor Ertragsteuern von 6,1 Mio DM erzielt, nach einem Verlust von 10,6 Mio DM im Vergleichszeitraum 1996. Damit sind wir unserem Ziel, wieder an die frühere Ertragskraft anzuschließen, ein erhebliches Stück nähergekommen.

Besonders erfreulich ist, daß alle Konzerngesellschaften zur Ergebnisverbesserung beigetragen haben. Die BWK AG und die Handelsgesellschaften BWK AustralAsia, Sydney, J. S. Brooksbank, WeIlington, und Neues Wollkontor, Bremen, schließen die ersten 6 Monate 1997 mit Gewinn ab. Unsere Kämmerei in Geelong berichtet noch einen Verlust, der in der Planung berücksichtigt war.

Der Konzernumsatz der ersten 6 Monate des laufenden Jahres war mit 368,9 Mio DM 8 % niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (401,4 Mio DM). Während die Umsätze bei der BWK AG und dem NEW gleichgeblieben und bei der GWC gestiegen sind, gingen die Umsätze unserer beiden überseeischen Handelsgesellschaften aufgrund der Konzentration auf Geschäfte mit besseren Margen zurück. Die Produktion der Kämmereien ist um 23 % gestiegen. Die erhöhte Nachfrage nach Kammzügen und der erfreuliche Anstieg des Lohngeschäfts haben bewirkt, daß anders als im 1. Halbjahr 1996 in Bremen keine Kurzarbeit notwendig war und die Fertigwarenbestände weiter gesunken sind. In Geelong konnten die Produkte aus der Kapazitätserhöhung gut am Markt abgesetzt werden.

Die Lage der Wolltextilindustrie hat sich verbessert. Unsere Spinnereikunden und deren Abnehmer, Strickereien und Webereien, sind gut beschäftigt. Wieder steigende Wollpreise und eine optimistischere Einschätzung der Konjunkturaussichten seitens unserer Kundschaft haben die Auftragseingänge belebt. Das hat dazu geführt, daß unsere beiden Kämmereien bis in den Dezember 1997 ausgelastet sind. Die Höherbewertung der für uns wichtigsten Währungen - US-Dollar, Lira und Pfund Sterling - stärkte unsere Wettbewerbsposition und hatte positiven Einfluß auf die Margen.

Verschärfte Umweltschutzauflagen erhöhen den Druck auf diejenigen europäischen Kämmereien, die noch nicht den Standard erreicht haben, den wir in unseren Werken seit Jahren betreiben. Diese für uns positive Entwicklung kann dazu führen, daß sich die Marktbereinigung beschleunigt.

In der dritten Phase unseres Restrukturierungsprogramms - darunter der Personalabbau auf 650 Mitarbeiter - machen wir in Bremen einen weiteren Schritt in Richtung Kostenführerschaft in Europa. Ziel ist es, die Stückkosten deutlich unter das Marktpreisniveau der letzten Jahre zu senken. Diese Maßnahmen werden sich zu Teilen in 1997, überwiegend erst in 1998 auswirken.

Auch im 2. Halbjahr 1997 erwarten wir einen operativen Gewinn. Ob für 1997 eine Dividende ausgeschüttet werden kann, wird davon abhängen, welchen Einfluß die Wollpreise und die Währungsrelationen am Ende des Geschäftsjahres auf die Bilanz haben werden.

KENNZAHLEN

BWK Konzern
Kennzahlen 1. Hj. 1997 2. Hj. 1996 1. Hj.1996

Umsatz Mio DM 368,9 365,3 401,4 Ergebnis (vor Ertragsteuern) Mio DM 6,1 3,2 -10,6 Investitionen Mio DM 7,0 7,7 9,7 Personalaufwand Mio DM 34,3 30,4 31,9 Mitarbeiter (Stand Halbjahresende) 878 881 893 Cash Flow je Aktie DM/Aktie 18 10 -2

Bilanz (Kurzform) Mio DM 30.06.1997 31.12.1996 30.06.1996
Anlagevermögen 129 127 123 Vorratsvermögen 198 201 180 Forderungen und liquide Mittel 98 78 98 Aktiva 425 406 401 Verbindlichkeiten 284 274 263 Rückstellungen 51 46 56 Eigenkapital 90 86 82

Bremer Woll-Kämmerei AG
Kennzahlen 1.Hj.1997 2.Hj. 1996 1.Hj. 1996
Umsatz Mio DM 257,9 224,2 260,0 Operatives Ergebnis Mio DM 5,8 3,5 -6,0 Investitionen Mio DM 6,4 3,0 7,5 PersonaIaufwand Mio DM 27,9 23,8 27,1 Mitarbeiter (Stand Halbjahresende) 719 720 732

Bilanz (Kurzform) Mio DM 30.6.1997 31.12.1996

30.6.1996
Anlagevermögen 90 89 89 Vorratsvermögen (Basis Niederstwerte) 117 149 109 Forderungen und liquide Mittel 75 56 68 Aktiva 282 294 266 Verbindlichkeiten 127 147 117 Rückstellungen 39 36 45 Eigenkapital (einschl. Vorratsreserven) 116 111 104

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