Kali u. Salz Bet. AG: Zwischenbericht über den Geschäftsverlauf vom 1.1. - 30.6.1997

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Zwischenbericht über den Geschäftsverlauf vom 1.1. - 30.6.1997 1. Halbjahr
(In Millionen DM) 1996 1997 Umsatz lt. Halbjahresabschluß (nicht vergleichbar) (38) (44) Umsatz vergleichbar 35 33 Ergebnis vor Ertragsteuern 11 6 Zugänge in Sachanlagen 3 1 Belegschaft am 30.06. 295 285

Die Geschäftstätigkeit der Kali und Salz Beteiligungs AG, Kassell erstreckte sich unverändert auf das Entsorgungsgeschäft, die Steuerung und Betreuung der Beteiligungsgesellschaften sowie die Lohngranulierung eines Tierhygieneprodukts.

Aus den operativen Aktivitäten und aus sonstigen Leistungen erzielte das Unternehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 44 Millionen DM. Durch verschiedene Abrechnungsänderungen ist der Umsatz mit den Vorjahreswerten nicht direkt vergleichbar. Nach Bereinigung dieser Sondereffekte ergibt sich ein vergleichbarer Umsatz von 33 Millionen DM für das 1. Halbjahr 1997 und von 35 Millionen DM für die ersten sechs Monate des Vorjahres. Der Umsatzrückgang von 2 Millionen DM ist im wesentlichen auf Preisrücknahmen im Deponiegeschäft aufgrund des starken Wettbewerbs und auf rückläufige Abfallmengen zurückzuführen. Die Lohngranulierung in Salzdetfurth verlief positiv und entsprach den Erwartungen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern der Kali und Salz Beteiligungs AG lag im 1. Halbjahr 1997 mit 6 Millionen DM um 5 Millionen DM unter dem Wert des Vorjahres. Diese Verschlechterung ist auf eine Teilwertabschreibung des Beteiligungsbuchwertes der POTACAN in Höhe von 14 Millionen DM zurückzuführen, die wegen des im Juni 1997 verstärkt aufgetretenen Wasserzuflusses in das Grubengebäude des kanadischen Bergwerkes vorgenommen wurde.

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen im 1. Halbjahr 1997 1 Million DM (1. Halbjahr 1996: 3 Millionen DM).

Zum 30. Juni 1997 waren 285 Mitarbeiter bei der Kali und Salz beschäftigt; 10 Beschäftigte weniger als vor einem Jahr.

Nachdem bereits im Dezember 1996 der Vertrag über die Veräußerung von 51% der Anteile an der Kali und Salz Beteiligungs AG durch die BASF AG an die kanadische Potash Corporation of Saskatchewan Inc. (PCS) unterzeichnet worden war, ist am 28. Februar der Erwerb der Anteile durch PCS vom Bundeskartellamt untersagt und am 22. Juli 1997 der Antrag auf Genehmigung durch den Bundeswirtschaftsminister abgelehnt worden.

Zum Beteiligungsbereich:

Bei der Kali und Salz GmbH, Kassel, an der die Veräußerung von 51 % sowie eine Nachfolgeorganisation der Treuhandanstalt, die Beteiligungs- Management-Gesellschaft Berlin mbH, mit 49% beteiligt sind, war der Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr 1997 von einer guten Nachfragesituation im In- und Ausland für die wesentlichen Produktlinien gekennzeichnet.

Die Kall und Salz GmbH erreichte in den ersten sechs Monaten des Jahres 1997 eine Umsatzsteigerung um 41 Millionen DM auf 1.077 Millionen DM. Neben Absatzsteigerungen bei den Düngemitteln sowie im Bereich der Industrieprodukte haben verbesserte Währungsparitäten des US-Dollars sowie einiger europäischer Währungen, insbesondere des Britischen Pfunds, zu dieser Entwicklung beigetragen. Das Ergebnis konnte daher gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich verbessert werden und ist positiv.

Die Investitionen in Sachanlagen der Kali und Salz GmbH betrugen im 1. Halbjahr 1997 insgesamt 52 Millionen DM und erreichten das zwischen den Gesellschaftern vereinbarte Volumen. Für das Gesamtjahr 1997 sind Investitionen in Höhe von rund 200 Millionen DM geplant.

Die Gesamtbelegschaft (ohne befristet Beschäftigte) der Kali und Salz GmbH hat sich zum 30. Juni 1997 im Vergleich zum Vorjahr um 409 auf 8.170 Mitarbeiter (darin enthalten: 286 Auszubildende) verringert.

Der Geschäftsverlauf der kanadischen POTACAN-Gruppe, Toronto (50 %-Beteiligung), war gegen Ende des 1. Halbjahres 1997 durch die Einstellung der Rohsalzförderung und Produktion aufgrund gestiegener Wasserzuflüsse in die Grube der Potacan Mining Company (PMC) in Sussex, New Brunswick, stark beeinträchtigt. Derzeit wird gemeinsam mit externen Experten sowie Vertretern der Gesellschafter ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des Wasserzuflusses durchgeführt. Zu welchem Zeitpunkt eine eingeschränkte Förderung und Produktion wieder aufgenommen werden kann, läßt sich zur Zeit noch nicht abschätzen.

Bei der Kali-Transport Gesellschaft mbH (KTG), Hamburg (100%-Beteiligung), lag die Umschlagleistung des 1. Halbjahres 1997 über den Mengen des Vorjahres. Das Vorjahresergebnis konnte, insbesondere durch gezielte Kostensenkungsmaßnahmen, übertroffen werden.

Das Geschäft der Kali und Salz Entsorgung GmbH, Kassel (100 %-Beteiligung), steht unter einem starken Wettbewerbsdruck am Entsorgungsmarkt. Umsatz und Ergebnis des 1. Halbjahres erreichten im wesentlichen aufgrund des niedrigeren Erlösniveaus nicht ganz das Vorjahresniveau.

Die Chemische Fabrik Kalk GmbH (CFK), Köln (100%-Beteiligung), hat aus dem Handel mit Calciumchloridprodukten sowie dem Ende 1996 von der Montangesellschaft Warenhandel mbH, Köln, übernommenen Geschäftsbetrieb ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftet. Das Betriebsgelände der CFK wurde zum 1. Juli 1997 verkauft und an den neuen Eigentümer übergeben.

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