OeNB-Erläuterungen zum Wochenausweis d.OeNB vom 7. August 1997

Wien (OTS) - Netto-Währungsreserven

Stand vom Veränd.z. Veränd.z. 07.08.1997 Vorwoche 31.12.1996 Angaben in Mio Schilling

Gold*) ........................ 17.401 + 78 - 2.657 Devisen und Valuten ...........227.550 + 1.855 +28.247 Forderungen gegen das EWI ..... 40.670 + 7 + 2.424 Sonderziehungsrechte .......... 2.595 + 42 + 458 Forderungen aus Beteil. am IWF 9.340 + 151 + 481 Andere Forderungen gegen d.IWF 1.211 + 20 + 45 Forderungen aus Krediten an
ausländische Notenbanken 86 - 4 - 1

Zwischensumme .................298.853 + 2.149 +28.997 Verbindlichkeiten ausl.KI und
Währungsinstitutionen ....... 7.356 + 46 + 7.266 ----------------------------------------------------------------

Netto-Währungsreserven ........291.497 + 2.103 +21.731

*) inklusive i.d."Anderen Aktiven" enthaltener Goldforderungen.-

Die Netto-Währungsreserven haben im Vergleich zum
31. Juli 1997 um 2,1 Mrd S auf 291,5 Mrd S zugenommen. Das ist
der bisher höchste in einem Wochenausweis ausgewiesene Stand der österreichischen Währungsreserven.

Die Devisenposition erhöhte sich dabei um 1,9 Mrd S auf
227,6 Mrd S. Dieser Zuwachs wurde durch buchmäßige Kursgewinne in Höhe von 3,9 Mrd S verursacht, denen allerdings eine Überweisung an die Europäische Kommission in Höhe von 1,7 Mrd S gegenüber-stand.

Der bisherige Jahresdurchschnitt der Netto-Währungsreserven beträgt 273,3 Mrd S, d.i. um 16,5 Mrd S oder 6,4% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Gesamtrefinanzierung (Positionen "Eskontierte Wechsel" und "Wertpapiere aus Offenmarktgeschäften")

Die Gesamtrefinanzierung stieg gegenüber der vorangegangenen Bankwoche um 1,2 Mrd S auf 51,4 Mrd S an. Diese Veränderung ist
auf die stärkere Inanspruchnahme der Tenderfazilitäten zurückzu-führen. Die derzeit laufenden Offenmarkt-Tendergeschäfte wurden
zu einem Fixzinssatz von 3% p.a. ausgeschrieben.

Der Diskontsatz beträgt unverändert 2,5% p.a., der GOMEX-Satz beläuft sich seit 2.9.1996 auf 3,4% p.a.

Gesamtumlauf (ohne "Verbindlichkeiten gegen ausländische Kreditinstitute und Währungsinstitutionen")

Im Vergleich zur Vorwoche hat der Gesamtumlauf um 1,1 Mrd S
auf 227,5 Mrd S zugenommen; der Banknotenumlauf stieg dabei um
1,2 Mrd S auf 167,1 Mrd S, der Giralgeldumlauf verringerte sich geringfügig um 0,1 Mrd S auf 60,4 Mrd S.

Der bisherige Jahresdurchschnitt des inlandswirksamen Gesamt-umlaufes beträgt 220,1 Mrd S, d.i. um 5,6 Mrd S oder 2,6% mehr
als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Bedingt durch die Veränderung des Banknotenumlaufes erhöhte sich in der abgelaufenen Bankwoche der Bargeldumlauf einschließ-lich des im Wochenausweis nicht aufscheinenden Scheidemünzen-umlaufs von 7,6 Mrd S (ohne Gold- und Silbergedenkmünzen) auf
174,8 Mrd S.

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