AK: Pensionsverhandlungen sachlich führen

Wien (AK) - Als "Ablenkungsmanöver der Wirtschaftskammer" bezeichnete heute AK Präsident Herbert Tumpel die Vorwürfe von WK-Präsident Leopold Maderthaner, die Arbeitnehmervertretungen würden die Verhandlungen um die Pensionsreform blockieren. Er
sei es leid, täglich aufs Neue die immer gleichen Vorhaltungen
der Wirtschaftskammer kommentieren zu müssen. Tumpel bestätigt
die Position der AK: Die AK lehnt vom 6-Punkte-Programm der Bundesregierung den Vorschlag zur vorgezogenen Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage ab, weil er den budgetären Zielsetzungen der Bundesregierung selbst zuwiderlaufe. Wichtig sei ihm, so
Tumpel, besonders die geplante Einbeziehung aller
Erwerbseinkommen in die Sozialversicherung und die Sozialversicherung geringfügig Erwerbstätiger. Die Verhandlungen sollen auf Expertenebene weitergeführt werden, die Wirtschaftskammer solle konstruktiv mitmachen, anstatt ständig querzuschießen, so Tumpel. ****

Die Bevölkerung werde kein Verständnis dafür haben, wenn die Sozialpartner sich auf gegenseitige Vorwürfe beschränken würden. Die AK sei immer verhandlungsbereit gewesen, verlange aber auch
von der Wirtschaftskammer, selbst Vorschläge vorzulegen. Dies betreffe insbesondere jene Punkte, in denen mehr Beitragsgerechtigkeit der Selbständigen und ein höherer Eigenfinanzierungsanteil gefordert seien. "Eine Pensionsreform,
die von der Bevölkerung akzeptiert werden will, braucht soziale Ausgewogenheit, Beitragsgerechtigkeit und die Sicherheit für die Menschen, daß Versprochenes auch eingehalten wird", schloß
Tumpel.

(Schluß)

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